Ingolstadt in aller Munde! Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) feiert ein halbes Jahrhundert Schwangerschaftsberatung und stellt damit eine unverzichtbare Stütze für werdende Mütter in ausweglosen Lagen dar. Begonnen hat alles in den 70er Jahren, als das Bundesministerium für Familie und Jugend geeignete Träger suchte, um schwangere Frauen in Not zu unterstützen. „Die Erfahrung und Kompetenz des SkF waren da natürlich Gold wert“, so die Bereichsleiterin Nicole Drexl. Ein Modellprojekt in München wurde 1974 von Ingolstadt nahtlos übernommen, weshalb die Beratungsstelle heute als eines der ersten Aushängeschilder der sozialen Unterstützung gilt.

Zahlreiche Angebote, die über reine Beratung hinausgehen, wurden im Laufe der Jahre eingeführt. Vom „Babykorb“ für erste Babybekleidung bis hin zu Familienhebammen, die Hausbesuche anbieten – die SkF weiß, was es braucht! Besonders während der Corona-Pandemie bewährte sich der Online-Infoabend, der auch jetzt noch großen Anklang findet. Jährlich kommen zwischen 800 und 1000 Ratsuchende aus rund 50 Nationen in die Beratungsstelle, die Beratung in mehreren Sprachen erhalten können. „Wir stärken die Familien und helfen ihnen, Verantwortung zu übernehmen“, betont Drexl, während sie auf die umfassende Unterstützung hinweist – sowohl finanziell als auch psychosozial.

Finanzielle Herausforderungen

In der charmanten Ingolstädter Beratungsstelle wird ein stetiger Aufbruch gehandelt, allerdings mit einem Sorgenfalter in der Tasche! Das Bistum Eichstätt trägt stolze 98 Prozent der Finanzierung, doch die Räume für Rücklagen werden klein. „Die dauerhafte finanzielle Absicherung ist nicht gesichert“, warnt Drexl und weist auf die Abhängigkeit von Spendengeldern hin. Dabei blickt der SkF mit einem stolzen Herzen auf 50 Jahre zurück, während eine Unsicherheit in der Luft schwebt: „Werdende Eltern und Familien dürfen nicht allein gelassen werden.“

Interesse geweckt? Alle wichtigen Informationen gibt es auf der Homepage des SkF Ingolstadt unter www.skf-ingolstadt.de.

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