In Altona, einem Stadtteil Hamburgs, steht ein kulturelles Highlight auf der Kippe: die Altonale, ein beliebtes Straßenfest, das nicht nur kostenlos ist, sondern auch barrierefrei für alle Besucher zugänglich. Doch finanzielle Probleme setzen dem Festival zu. Um die Existenz der Altonale zu sichern, läuft seit Wochen ein Crowdfunding, dessen Frist nun verlängert wurde. Für die Altonale werden vom 12. bis 21. Juni etwa 200.000 Besucher erwartet, und um diese Vorfreude zu unterstützen, liest der Bestsellerautor Saša Stanišić am 2. Juni solidarisch für das Festival.
Die Lesung findet um 19 Uhr im Kultur & Gut (Friedensallee 7–9) statt und verspricht eine aufregende „Wanderung“ durch Stanišićs Werk, inklusive unveröffentlichter Inhalte. Die Veranstaltung trägt den Titel „Solidarische Werkschau“ und wird von Nefeli Kavouras moderiert, die das Altonale-Literaturprogramm verantwortet. Stanišić, der in Ottensen lebt, hat betont, wie wichtig die Altonale für die Identität seines Stadtteils ist. Er vergleicht das Festival mit den verschiedenen Facetten Altonas und hebt hervor, dass es einen bedeutenden Beitrag zur kulturellen Vielfalt leistet. Mehr dazu gibt es in einem Artikel des Hamburger Abendblatts.
Das Crowdfunding und seine Bedeutung
Das Crowdfunding zur Rettung der Altonale ist nicht nur ein finanzieller Rettungsanker, sondern auch ein Aufruf zur Gemeinschaft. Es wird seit 2010 durchgeführt und zielt darauf ab, den Zusammenhalt durch kulturelle Vielfalt zu fördern. Die Veranstalter bitten die Menschen, das Projekt in sozialen Medien zu verbreiten – sei es über WhatsApp, Facebook oder Instagram. Wer möchte, kann die bereitgestellten Grafiken nutzen, um die Reichweite zu erhöhen, und wird sogar ermutigt, @altonale.de und @startnext in ihren Posts zu taggen. Für die volle Funktionalität der Webseite ist allerdings aktives JavaScript erforderlich, was ein kleiner, aber wichtiger Hinweis ist, um die Unterstützung nicht zu verlieren. Mehr Infos dazu findet man auf Startnext.
Förderung für Festivals in Deutschland
Die Altonale ist nicht das einzige Festival, das um Unterstützung kämpft. Im Jahr 2023 wurde ein Festivalförderfonds ins Leben gerufen, der Festivals in Deutschland finanzielle Mittel zur Verfügung stellt. Dabei werden bis zu 50.000 Euro pro Festival bereitgestellt, und die Bundesregierung hat dafür insgesamt vier Millionen Euro eingeplant. Besonders Festivals außerhalb der Metropolen profitieren von dieser Förderung, die auf Nachhaltigkeit, Diversität und Barrierefreiheit abzielt. Das zeigt, wie wichtig solche kulturellen Veranstaltungen für die Gesellschaft sind. Die Initiative zielt darauf ab, die künstlerische Vielfalt in Deutschland zu unterstützen und die kulturpolitisch bedeutende Arbeit von Festivals zu fördern. In diesem Zusammenhang wurden 127 Festivals aus insgesamt 575 Anträgen ausgewählt, was die große Nachfrage und die Bedeutung solcher Events unterstreicht. Mehr darüber erfährt man auf der Webseite des Kulturstaatsministeriums.
