Ausschreibung für historische Schulgebäude in Vegesack endet bald
In Vegesack tut sich etwas! Am 19. Juni endet die aktuelle Ausschreibung für das Areal an der Borcherdingstraße 10. Die Stadt hat das Grundstück erneut ausgeschrieben, nachdem die erste Ausschreibung ins Leere lief. Ein interessantes Detail: Diesmal gibt es keine Einschränkungen für den Bieterkreis. Das Areal umfasst zwei historische Schulgebäude, von denen eines unter Denkmalschutz steht, während das andere als erhaltenswert gilt. Leider haben beide Gebäude mit Wasserschäden, Schimmel und undichten Dächern zu kämpfen. Sie stehen seit fünf Jahren leer – zuletzt war hier das Deutsche Rote Kreuz bis 2021 als Rettungswache aktiv.
Die traurige Wahrheit ist, dass eine Zwischennutzung aufgrund des katastrophalen Zustands der Gebäude nicht möglich ist. Der Sprecher von Immobilien Bremen, Fabio Cecere, ließ verlauten, dass er derzeit keine Informationen zu bestehenden Bewerbungen geben kann. Das Grundstück hat eine beeindruckende Größe von rund 3000 Quadratmetern, während die Nutzfläche der Gebäude 300 und 380 Quadratmeter beträgt. Ein Mindestpreis von 880.000 Euro wird für das Areal aufgerufen. Im Jahr 2021 hatte die Stadt immerhin 4700 Euro für das Grundstück aufbringen müssen. Die ursprüngliche Schule dort wurde 1907 in eine neue Einrichtung verlegt und das historische Gebäude wurde von einem Handwerksmeister namens Flathmann errichtet – eine kleine Anekdote, die die Geschichte des Ortes ergänzt.
Auswahlprozess und Bauvorschriften
Der Auswahlprozess für die Käuferin oder den Käufer der Gebäude ist ebenfalls von Interesse. Ein Fachgremium, bestehend aus Vertretern des Ressorts für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung sowie des Vegesacker Beirates, wird die Auswahl treffen. Das Landesamt für Denkmalpflege hat dabei eine beratende Funktion. Nach der Auswahl wird Immobilien Bremen die Vertragsverhandlungen führen und einen Kaufvertrag erstellen. Dabei gilt es, die Vorgaben des Baugesetzbuchs zu beachten: Neue Gebäude müssen sich der Umgebung anpassen, und gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse müssen gewährleistet werden. Das klingt alles sehr kompliziert, aber notwendig, um den Charme des Stadtteils zu bewahren.
Wer sich für öffentliche Ausschreibungen interessiert, findet auf der Berliner Vergabeplattform viele Informationen zu offenen Verfahren und Teilnahmewettbewerben. Hier können Detailinformationen und Unterlagen über iTWO tender abgerufen werden. Es ist faszinierend, wie solche Plattformen funktionieren und wie sie den Austausch zwischen Auftraggebern und Dienstleistern im Bauwesen erleichtern. Das Unternehmen ibau, das seit über 60 Jahren tätig ist, bietet einen Full-Service an, um Ausschreibungen zusammenzustellen und Unternehmen bei der Auftragsakquise zu unterstützen. Auch Schulungen zur Nutzung der Plattform werden angeboten, was für die Branche sicherlich von großem Nutzen ist.
Ein Blick in die Zukunft
Die aktuelle Ausschreibung in Vegesack könnte der Beginn einer spannenden Entwicklung für die beiden historischen Schulgebäude sein. Vielleicht finden sich ja kreative Köpfe, die die Herausforderung annehmen und den vernachlässigten Ort wieder zum Leben erwecken. Das Potenzial ist da, auch wenn der Weg dorthin sicherlich steinig sein wird. Die Geschichte und der Charakter des Areals sind es wert, erhalten zu werden, und es bleibt zu hoffen, dass bald neue Ideen sprießen und frischer Wind durch die alten Mauern weht. Wer weiß, vielleicht werden wir schon bald von neuen Plänen und Projekten hören, die das Gesicht von Vegesack verändern könnten.
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