Heute ist der 5.06.2026 und in Aalen gibt es ein großes Aufreger-Thema, das nicht nur die Eltern von kleinen Kindern beschäftigt. Das Freibad Spiesel hat in dieser Saison kein Babybecken – einfach so! Am 21. Mai informierten die Stadtwerke Aalen auf ihrer Homepage über diesen Ausfall, ohne spezifische Gründe zu nennen. Später stellte sich heraus, dass ein Rohrbruch im Becken die Ursache für den Wasserverlust ist. Das klingt schon etwas nach einer „Sauerei“ – und so wird es auch von vielen Badegästen in sozialen Netzwerken wahrgenommen. Man fragt sich schon, wie es so weit kommen konnte.
Die Pressesprecherin Nicole Stillhammer bestätigte, dass für die laufende Saison keine Reparatur des Babybeckens geplant ist. Stattdessen müssen die Kleinen im improvisierten Bereich des Nichtschwimmerbeckens mit einer Wassertiefe von etwa 30 cm planschen. Man stelle sich das mal vor: Eltern und Kinder müssen sich mit einer Beckenvariante begnügen, die nicht einmal dem Namen „Babybecken“ gerecht wird. Die Stadtwerke verwiesen zudem auf die Alternativen in den Freibädern Unterrombach und Hirschbachbad. Doch hier gibt es einen Haken – die Eintrittspreise im Hirschbachbad sind höher, was es für manche Familien unattraktiv macht.
Unmut und Unklarheit
Es ist kaum zu übersehen: Die Nutzer in den sozialen Netzwerken äußern ihren Unmut über den Zustand des Freibades. Sie werfen der Stadt vor, die Freibäder absichtlich unattraktiv zu machen. Die Schließung des Babybeckens ist seit Saisonbeginn in Kraft und die Stadtwerke Aalen kommunizierten diese Nachricht zunächst kaum öffentlich. Es ist kein Wunder, dass Eltern und Badegäste sich im Stich gelassen fühlen. Schließlich gibt es keine langfristige Lösung für das Problem – die Unklarheit über zukünftige Pläne für das Babybecken im Spiesel bleibt bestehen. Wer weiß, ob es im nächsten Jahr besser wird?
Für viele Familien heißt es nun: improvisieren oder auf den nächsten Sommer hoffen. Und das, obwohl in Deutschland eine Vielzahl an Freibädern zur Verfügung steht. Laut dem Bäderatlas gibt es insgesamt 2.813 Freibadangebote in Deutschland, aber das hilft den Aalenern wenig, wenn das eigene Bad nicht mitspielt. In Baden-Württemberg alleine gibt es 436 Freibäder, und trotzdem bleibt der Zugang zu einem geeigneten Babybecken ein schwieriges Unterfangen.
Die Situation wirft auch Fragen zur allgemeinen Infrastruktur der Bäder in Deutschland auf. Es gibt zahlreiche Freibäder und Hallenbäder, doch die Unterhaltung und Wartung scheinen immer wieder ins Hintertreffen zu geraten. In Aalen ist die Frustration spürbar, während Eltern sich nach einem Ort sehnen, an dem ihre Kinder unbeschwert spielen und planschen können. Nun bleibt nur zu hoffen, dass sich die Stadtwerke bald zu einer Lösung aufraffen – denn ein Babybecken ist für viele Familien nicht nur ein Luxus, sondern eine Notwendigkeit!
