Hochschule Biberach erhält 10 Millionen Euro für Zentrum für bioökonomische Hybrid-Bauweisen
Die Hochschule Biberach ist in aller Munde – und das nicht ohne Grund! Vor kurzem wurde bekannt gegeben, dass sie 10 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg erhält. Diese Förderung ist Teil der Schnellbau-Initiative und soll die Forschung, Lehre sowie den Holzbau-Standort kräftig aufpolieren. Ganz frisch aus dem Kabinett, das am 7. Juli die Verteilung des Sondervermögens beschlossen hat, fließen diese Mittel in den Aufbau des „Zentrums für bioökonomische HYBRID-Bauweisen“ (ZbH). Eine großartige Nachricht für die Hochschule, die sich seit sechs Jahren für dieses Vorhaben einsetzt und bislang bei früheren Förderanträgen auf Bundesebene leider keinen Erfolg hatte. Bis zum Jahr 2031 werden insgesamt rund 50 Millionen Euro in den Hochschulstandort Biberach investiert.
Was genau passiert nun mit dem Geld? Das ZbH soll die Lehre und Forschung im Baubereich revolutionieren. Hier werden verschiedene Materialien mit biogenen Werkstoffen kombiniert und auf Herz und Nieren getestet. Die Ausstattung mit Groß- und Spezialgeräten für moderne Prüfverfahren im Maßstab 1:1 ist dabei ein echtes Highlight. Ziel ist es, neue Technologien für Hybrid-Bauweisen zu entwickeln und diese Erkenntnisse in die Lehre sowie in Unternehmen zu übertragen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Holzbau, wo das Zentrum bereits eng mit dem Zimmerer-Ausbildungszentrum (ZAZ) zusammenarbeitet. Und nicht zu vergessen: Für das Bildungszentrum Holzbau werden außerdem 700.000 Euro für überbetriebliche Berufsausbildungslehrgänge bereitgestellt.
Ein Schritt in die Zukunft des Bauens
Mit der Förderung wird die regionale Bau- und Handwerkswirtschaft gestärkt, da sind sich Landrat Mario Glaser und Oberbürgermeister Norbert Zeidler einig. Es gibt noch mehr spannende Projekte auf dem Campus Zukunft Biberach. Eine Roboterstraße für die Automatisierung im Holzbau steht ebenfalls auf der Agenda. Der Masterplan „Campus Zukunft Biberach“ wird seit 2015 konsequent weiterentwickelt, und das Sanierungsprojekt der ehemaligen Dollinger-Realschule soll im Sommersemester 2027 beginnen. Das Ziel? Bis 2031 soll die Hochschule zu den modernsten Hochschulstandorten in Baden-Württemberg zählen.
Das ZbH wird nicht nur ein Ort des Lernens und Forschens sein, sondern auch ein echtes Vorzeigeprojekt für die Bauwirtschaft, das die Transformation hin zu einer Circular Economy anstrebt. Der Fokus liegt auf einer nachhaltigen Betrachtung des gesamten Bauprozesses: von der Planung über die Bewirtschaftung bis hin zu Abbau und Entsorgung. Dabei sollen die CO2-Emissionen deutlich gesenkt werden. Die Kombination von Materialien wie Beton, Stahl und Holz mit biogenen Stoffen ist ein innovativer Ansatz, der in der Branche für Aufsehen sorgen wird.
Ein Labor für neue Ideen
Das geplante Zentrum wird auf innerstädtischem Areal der Hochschule Biberach errichtet, ganz nah an bestehenden Laboreinheiten. Die Bauweise selbst wird in Hybridbauweise ausgeführt und dient teilweise als Versuchsbau. Die Ausstattung mit hochmodernen Labor- und Werkstätten wird deutschlandweit einmalig sein. Es wird Versuchshallen geben, die es ermöglichen, neue Prüfverfahren für Hybrid-Bauweisen zu entwickeln. Hier wird also nicht nur gelehrt, sondern auch geforscht und experimentiert – ein echtes Reallabor!
Wer hätte gedacht, dass Biberach so eine spannende Entwicklung nehmen würde? Die Hochschule hat klar die Nase vorn, wenn es darum geht, nachhaltige und innovative Lösungen für die Bauwirtschaft zu finden. Und das alles beginnt jetzt, mit einer kräftigen finanziellen Unterstützung und einem klaren Ziel vor Augen. Das wird auf jeden Fall ein spannendes Kapitel in der Geschichte der Hochschule und der gesamten Region.
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