Illegale Sondengänger und der Kampf um Kulturgut in Deutschland
Am Ende April 2023 kam es in Böblingen und Bad Dürkheim zu einer groß angelegten Aktion des Landeskriminalamts (LKA), die die Gemüter erhitzte. Mehrere Gebäude wurden nach illegal geraubten Kulturgütern durchsucht, und die Ermittlungen deuten auf eine europaweit agierende kriminelle Bande hin. Man könnte sagen, das LKA hat in dieser Sache ganz schön auf den Putz gehauen. In Böblingen dauerte die Durchsuchung drei Tage, während in Bad Dürkheim ein Wohnhaus ebenfalls mehrere Tage unter die Lupe genommen wurde. Der Verdacht richtet sich unter anderem gegen Uwe Sziller, den Inhaber eines US-Shops, der beschuldigt wird, mit illegal ausgegrabenen Gegenständen und sogar Waffen gehandelt zu haben.
Es ist echt bemerkenswert, dass Sziller selbst angibt, Sondengänger zu sein, und ohne Genehmigung nach Kulturgegenständen sucht. Dabei hat das LKA bei den Durchsuchungen mehr als 10.000 Kulturgegenstände gefunden – das ist eine signifikante Steigerung im Vergleich zu früheren Ermittlungen! Ein besonders interessanter Fall stammt aus dem Jahr 2015: Eine keltische Schnabelkanne, die im Auktionshaus Bonhams in London angeboten wurde, steht in direktem Zusammenhang mit den aktuellen Ermittlungen. Diese Kanne wurde sichergestellt, nachdem ein australischer Archäologe sie als möglicherweise illegal identifiziert hatte. Der Verdächtige aus Bad Dürkheim hat sogar gegen die Sicherstellung der Kanne geklagt, die als aus einer Raubgrabung stammend eingestuft wurde. Der genaue Fundort der Kanne bleibt jedoch ein Rätsel, was die Zuordnung und wissenschaftliche Nutzung natürlich erschwert.
Illegale Sondengänger und ihre Machenschaften
Die Situation ist nicht neu. Sondengänger suchen seit Jahren illegal nach Kulturdenkmälern in Deutschland. Jonathan Scheschkewitz vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg warnt vor einer zunehmenden illegalen Suche. Außerdem wurde vor einigen Wochen ein Hehlernetzwerk zerschlagen, das mit illegal erlangtem archäologischen Kulturgut gehandelt hat. Scheschkewitz schätzt, dass mehrere tausend Personen in diesem Bereich aktiv sind, und das besonders seit der Corona-Pandemie – man könnte sagen, das ist ein echtes Problem!
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das LKA ermitteln mittlerweile gegen mehr als fünf Personen wegen Unterschlagung und Inverkehrbringens rechtswidrig ausgegrabenen Kulturguts. Dabei werden besonders häufig alte Burganlagen im Wald geplündert, da diese Orte oft ungestört sind. Aber die unsachgemäße Bergung dieser Funde kann dazu führen, dass wichtige Informationen über historische Kontexte verloren gehen. Und das wäre wirklich schade! Es zeigt sich, wie wichtig es ist, archäologische Funde den Denkmalbehörden zu melden, denn illegales Handeln ist strafbar.
Kulturgutschutz in Deutschland
Vor diesem Hintergrund gewinnt der Kulturgutschutz immer mehr an Bedeutung. Der Klimawandel und Extremwetterereignisse gefährden nicht nur unbewegliche Kulturgüter, sondern auch bewegliche. Historisch und kulturell relevante Dokumente, Filme und Baumaterialien sind durch materielle Alterung bedroht. Zudem müssen sich Kultureinrichtungen wie Museen, Bibliotheken und Archive gegen zahlreiche Risiken wappnen – von Schadstoffen über Diebstahl bis hin zu Gewalttaten. Der Schutz und die Bewahrung von Kulturgut, seien es Gemälde, Bücher oder archäologische Gegenstände, haben in Deutschland hohe Priorität.
Die Bundesländer arbeiten gemeinsam am Kulturgutschutz und sind dafür verantwortlich, national wertvolles Kulturgut zu erhalten. Der Bund hat dabei eine zentrale Rolle in der Gesetzgebung für den nationalen und internationalen Kulturgutschutz, um Kulturgut vor Abwanderung ins Ausland zu schützen. Auch die Rückgabe von unrechtmäßig nach Deutschland eingeführten Kulturgütern ausländischer Staaten fällt in diesen Bereich. Es bleibt zu hoffen, dass durch diese Maßnahmen die wertvollen Kulturgüter nicht nur geschützt, sondern auch für zukünftige Generationen bewahrt werden.
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