Ein Großbrand hat in der Nacht zum Pfingstsonntag auf einem Campingplatz in Hinterzarten, im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, für Aufregung gesorgt. Das Verwaltungsgebäude des Platzes steht in Flammen, und die Feuerwehr, die mit einem Großaufgebot ausrückte, hatte alle Hände voll zu tun, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Tragischerweise wurde der Schaden auf mindestens eine Million Euro geschätzt. Zur Zeit des Ausbruchs des Feuers befanden sich glücklicherweise keine Menschen mehr im Gebäude. Dennoch gab es eine leicht verletzte Feuerwehrfrau, die bei den Löscharbeiten von einer Leiter fiel. Ansonsten sind keine weiteren Verletzten bekannt.
Als die Feuerwehr eintraf, war das Verwaltungsgebäude bereits komplett in Brand geraten. Die enormen Flammen waren nicht zu übersehen, und der Brandgeruch war sogar in den benachbarten Orten Titisee und Neustadt sowie entlang der Bundesstraße 31 wahrnehmbar. Glücklicherweise gilt das Gebäude zurzeit nicht als einsturzgefährdet, was den Einsatzkräften ein wenig Erleichterung verschafft. Die Brandursache bleibt allerdings ein Rätsel.
Brandschutz auf Campingplätzen
Das Geschehen wirft ein Licht auf die Brandgefahren, die auf Campingplätzen lauern können. Laut einer aktuellen Veröffentlichung wird häufig auf die Risiken durch Campingkocher, Heizstrahler, Gasflaschen und Grills hingewiesen. Der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland (BVBF) appelliert an die Betreiber und Gäste, die Brandschutzvorkehrungen ernst zu nehmen. Es wird empfohlen, dass „fahrende Ferienhäuser“ mit Feuerlöschern sowie Gas- und Rauchwarnmeldern ausgestattet sind. Diese Geräte können oft schon warnen, bevor ein Brand entsteht – ein kleiner, aber wichtiger Schritt zur Sicherheit.
Die häufigsten Brandursachen sind unsachgemäß installierte oder angeschlossene Geräte, was bei der Vielzahl an technischen Geräten auf einem Campingplatz nicht verwunderlich ist. Offenes Feuer im Vorzelt oder auf der Wiese kann ebenfalls zu gefährlichen Situationen führen. Auch die Stauraumproblematik, bei der Gasflaschen, Grillkohle und andere brennbare Materialien auf engem Raum gelagert werden, erhöht die Brandgefahr enorm. Daher ist es wichtig, dass die Betreiber von Campingplätzen ausreichend Abstand zwischen Zelten und Wohnwagen gewährleisten und dass es Vorgaben zur Unterteilung der Plätze durch Brandgassen gibt.
Die Bauaufsichtsbehörden sind dafür zuständig, die Brandschutzmaßnahmen vor Ort zu überwachen. Löschwasserversorgungen müssen über Hydranten oder Löschwasserentnahmestellen sichergestellt sein, und eine ausreichende Anzahl an Feuerlöschern sollte auf dem Gelände vorhanden sein. Individuelle Beratungen durch qualifizierte Brandschutz-Fachbetriebe werden für die Betreiber dringend empfohlen.
Das Geschehen auf dem Campingplatz in Hinterzarten zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, die Brandschutzvorkehrungen ernst zu nehmen. Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit kann fatale Folgen haben – und das nicht nur für die direkt Betroffenen. Auch die Umgebung kann erheblich betroffen sein. Camping ist zwar oft mit Freiheit und Naturverbundenheit verbunden, aber Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen. Die Vorfälle in Hinterzarten sind eine ernüchternde Erinnerung an diese Tatsache.
