Heute ist der 8.05.2026, und es gibt Neuigkeiten aus dem benachbarten Baden-Württemberg. Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen hat einen neuen Höchststand erreicht, wie das Statistische Landesamt berichtet. In dieser besorgniserregenden Situation testet das Jugendamt Breisgau-Hochschwarzwald eine innovative KI-Software, die darauf abzielt, Fachkräfte bei ihren Entscheidungen in Gefährdungsfällen zu unterstützen. Diese Entwicklung wurde unter anderem durch zwei tragische Kinderschutzfälle im Landkreis angestoßen: Ein Stiefvater hat in Lenzkirch seinen dreijährigen Sohn misshandelt und getötet, und in Staufen kam es über Jahre hinweg zu einem Missbrauch eines Jungen durch seine Mutter und ihren Lebenspartner.

Thorsten Culmsee, der Sozialdezernent, hebt hervor, wie wichtig diese neue Software für die Verbesserung des Kinderschutzes ist. Oft stehen Jugendämter vor der Herausforderung, unter immensem Zeitdruck über Inobhutnahmen entscheiden zu müssen. Besonders brisant wird es, wenn Meldungen zu Kindern unter einem Jahr eingehen, denn hier ist die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Vorfalls bei wiederholten Meldungen alarmierend hoch. Diese Umstände verdeutlichen den dringenden Bedarf an Unterstützung durch Technologien.

Die Rolle der KI im Kinderschutz

Die Entwicklung der KI-Software begann bereits 2022 in Zusammenarbeit mit der arf GmbH. Wichtig zu beachten ist, dass die KI keine Entscheidungen trifft, sondern Fachkräfte bei der Entscheidungsfindung unterstützt. Die Software besteht aus vier Modulen, wobei momentan die ersten beiden getestet werden. Ein bemerkenswerter Vorteil der KI liegt darin, dass sie gebündeltes Expertenwissen aus verschiedenen Fachbereichen wie Kinder- und Jugendmedizin, Rechtsmedizin und Kriminologie bereitstellt und die Quellen angibt. Das ermöglicht es den Fachkräften, Muster in Fällen zu erkennen und gleichzeitig Zeit zu sparen, indem sie mündlich protokollieren können.

Ein weiteres Ziel dieser Software ist es, die Fachkräfte zu entlasten, damit diese mehr Zeit für die Familien haben, auf die sie sich konzentrieren müssen. Das Interesse an dieser Software ist bundesweit groß, und sie wird so konzipiert, dass sie auch in anderen Jugendämtern eingesetzt werden kann. Die genauen Kosten für die Entwicklung sind bisher nicht bekannt, aber der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ist als Mitentwickler maßgeblich daran beteiligt. Die Testphase soll noch in diesem Sommer abgeschlossen werden, und die ersten Module sollen dann einsatzbereit sein.

In einem weiteren Kontext ist es auch wichtig, sich die Handlungsschritte bei Kindeswohlgefährdungen anzusehen, die von verschiedenen Behörden definiert werden. Diese klären, wie in solchen Fällen vorzugehen ist, um bestmöglich zu handeln und Kinder zu schützen. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Website der Stadt Erfurt unter Handlungsschritte bei Kindeswohlgefährdung.

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