Heute ist der 16.06.2026 und die Bürgerinitiative Gesundheitsversorgung Kreis Calw (BI) hat frischen Wind in die Segel bekommen. Bernd Neufang, der über zwei Jahrzehnte hinweg eine Schlüsselfigur in der Gesundheitsversorgung des Kreises war, hat die Führungsposition abgegeben. Doch keine Sorge, Neufang bleibt der Initiative als Beisitzer im erweiterten Vorstand erhalten. Bei der Hauptversammlung wurde Felix Eppel zu seinem Nachfolger gewählt, während Rosi Schaber und Linda Morhardt ebenfalls in den Vorstand einziehen. Diese Neubesetzung ist ein Zeichen für den Neuanfang, den die BI anstrebt.

Ein wichtiges Ziel für die kommenden Jahre wird es sein, bis Ende 2027 stolze 350.000 Euro an Spenden zu sammeln. Dieses Geld soll dazu verwendet werden, einen Linksherzkatheter-Messplatz in Calw zu finanzieren, was der Region einen deutlichen medizinischen Vorteil bringen würde. Gleichzeitig will die BI auch die Hälfte der Anschaffungskosten für einen neuen Computertomographen (CT) stemmen. Man muss bedenken, dass das aktuelle CT-Gerät nur noch bis Ende 2027 betrieben werden darf, was einen dringenden Handlungsbedarf signalisiert.

Herausforderungen und kritische Stimmen

Die Situation ist brisant. Der Klinikverbund Südwest (KVSW) hat beschlossen, Linksherzkatheter-Untersuchungen künftig nur noch in Nagold anzubieten. Dies sorgt für Unruhe und auch für kritische Stimmen innerhalb der BI. Eberhard Bantel äußerte Bedenken zur Verlagerung der Gynäkologie von Calw nach Nagold und machte auf mögliche Probleme in der Neurologie aufmerksam. Die Mitglieder der BI haben in der Vergangenheit auch immer wieder die hohen Kosten für Auflagen zum Schutz von Fledermäusen beim Bau der Hermann-Hesse-Bahn kritisiert. Das sind Themen, die die Bürger im Alltag berühren und die für Gesprächsstoff sorgen.

Rosi Schaber hat sich sogar über tägliche E-Mail-Angriffe beschwert, was zeigt, wie emotional und angespannt die Situation ist. Gleichzeitig betont sie die Unterstützung der Calwer Bevölkerung für ihre Anliegen. Horst Ammann hat Neufang in einer bewegenden Ansprache für seinen unermüdlichen Einsatz gedankt, sowohl persönlich als auch finanziell. Das Gefühl der Gemeinschaft ist stark, auch wenn die Herausforderungen gewaltig sind.

Finanzielle Situation der Initiative

<pEin Blick auf die Zahlen zeigt, dass die BI im Jahr 2024 Ausgaben von über 22.000 Euro hatte, hauptsächlich für Prozesskosten. Die Einnahmen beliefen sich auf knapp 7.000 Euro, was einen ernsten Engpass signalisiert. Der Kontostand am Ende des Jahres betrug lediglich 3.300 Euro. Das hat die Initiative veranlasst, einen Jahresmindestmitgliedsbeitrag von fünf Euro einzuführen. Dennoch ist die Mitgliederzahl mit 245 zwar durchaus respektabel, doch nur 128 haben die notwendigen Bankdaten für den Mitgliedsbeitrag bereitgestellt. Hier besteht also noch Handlungsbedarf.

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Es bleibt abzuwarten, wie sich die BI unter der neuen Führung weiterentwickeln wird. Die Ziele sind ehrgeizig, die Unterstützung der Bevölkerung ist da – aber es wird auch viel Engagement und Kreativität benötigt, um die Herausforderungen zu meistern. Bleiben wir dran, was die nächsten Schritte in Calw bringen werden. Wer mehr über die aktuellen Entwicklungen erfahren möchte, kann die vollständige Berichterstattung auf Schwarzwälder Bote nachlesen.

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