Alarmstimmung im Enzkreis! Die Kreisumlage schießt auf einen historischen Höchststand von 34,2 Prozent – das bedeutet eine Belastung von 605 Euro pro Kopf für die Bürger! Diese drastische Erhöhung ist die höchste in der 52-jährigen Geschichte des Kreises und sorgt für Aufregung und Sorgen um die finanzielle Zukunft.

Am Montag wurde der Haushalt 2025 im Kreistag vorgestellt, und Landrat Bastian Rosenau warnt eindringlich: „Ist der Enzkreis in zwei Jahren pleite?“ In seiner Rede im Landratsamt Pforzheim forderte er eine finanzielle Entlastung durch den Bund, um die Hauptkostentreiber wie Kliniken und soziale Aufwendungen zu stemmen. Die Situation ist kritisch, denn die Sozialausgaben explodieren förmlich – allein 2025 sind dafür 182 Millionen Euro eingeplant, 26 Millionen mehr als 2024! Ein „Weiter so“ ist schlichtweg unmöglich, so Kämmerer Frank Stephan.

Kritische Haushaltslage und steigende Kosten

Die Zahlen sind alarmierend: Der Haushalt übersteigt erstmals die 400-Millionen-Euro-Marke und ist zum fünften Mal in Folge nicht ausgeglichen. Die Transferleistungen im Sozialbereich sind der Hauptkostentreiber, die in den letzten drei Jahren um mehr als 60 Millionen Euro angestiegen sind. „Die Sozialausgaben schnüren den öffentlichen Haushalten die Luft ab“, warnt Stephan. Die Bürger müssen jetzt die Folgen tragen, denn die Kreisumlage wird auf 34,2 Prozent angehoben, was bedeutet, dass jeder Bürger mehr zahlen muss – von 531 Euro auf 605 Euro!

Um die finanzielle Schieflage zu beheben, hat die Verwaltung eine Streichliste von vier Millionen Euro erarbeitet und plant eine Kreditaufnahme von 11,7 Millionen Euro. Doch das Vorgehen stößt auf Widerstand im Kreistag. Kreisrat Günter Bächle bezeichnete die Situation als „schizophren“ und erntete dafür Kritik. Der Haushalt soll am 16. Dezember verabschiedet werden, während die Sorgen um die finanzielle Stabilität des Enzkreises weiter wachsen.

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