Am 30. Mai 2026 fand der Welt-MS-Tag statt, der Menschen dazu aufruft, Solidarität mit Betroffenen von Multipler Sklerose (MS) zu zeigen. In diesem Jahr übernahm die Sängerin Ela Kirchner aus Esslingen eine besondere Rolle und berichtete von ihrem Leben mit dieser herausfordernden Erkrankung. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sie trotz ihrer Diagnose, die sie am 1. April 2006 erhielt – und die sie selbst als „persönlichen Aprilscherz“ bezeichnete – nicht nur aktiv bleibt, sondern auch als Frontfrau ihrer Band „Ela und die Herzensbrecher“ auftritt.

Zu den ersten Symptomen, die Ela erlebte, gehörte Taubheit in der Gesichtshälfte. Heute, 20 Jahre nach ihrer Diagnose, sitzt sie im Rollstuhl, aber das hält sie nicht davon ab, optimistisch zu sein. Ihr Motto für den Welt-MS-Tag, „Diagnose Multiple Sklerose. Jetzt erst recht!“, spiegelt ihren unerschütterlichen Lebenswillen wider. Ela und ihre Band touren durch Baden-Württemberg und treten unter anderem in Kirchheim unter Teck und Esslingen auf. Die Band besteht aus talentierten Musikern wie Andreas „Buddy“ Kirchner an der Gitarre, Manne Stauss am Akkordeon und Hardy Fritsch am Bass.

Aktiv trotz Einschränkungen

Ela Kirchner hat es geschafft, trotz der Herausforderungen, die die Krankheit mit sich bringt, aktiv zu bleiben. Sie arbeitet weiterhin als kaufmännische Ausbilderin und besucht regelmäßig die Fußballspiele ihres Sohnes. Der Rollstuhl ist für sie nicht nur ein Hilfsmittel, sondern, wie sie es beschreibt, ihr „bester Kumpel“, der ihr eine gewisse Freiheit zurückgegeben hat. Auch die Musik spielt eine zentrale Rolle in ihrem Leben. Zusammen mit ihrem Mann entdeckte sie das Singen für sich, was ihr hilft, stark und energisch zu bleiben.

Am 27. Mai, nur wenige Tage vor dem Welt-MS-Tag, hatte AMSEL e.V. einen Infostand auf der unteren Königstraße in Stuttgart, wo Ela und die Herzensbrecher von 13:30 bis 14 Uhr auftraten. Der Infostand war ein Ort für Gespräche und Informationen rund um das Thema MS, und es gab auch Webseminare, die wichtige Themen wie Hilfsmittelgewährung und die Erhaltung der Mobilität bei MS behandelten.

Gemeinschaft und Unterstützung

Ela Kirchner ist nicht allein in ihrem Kampf gegen MS. Menschen wie Mirjam Kottmann, eine TV-Moderatorin, die seit 1998 mit der Diagnose lebt, haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Sie betont, wie wichtig die Teilnahme an Selbsthilfegruppen für sie war. Der Austausch mit anderen Betroffenen hat ihr geholfen, sich weniger allein zu fühlen, und aus diesen Begegnungen sind sogar Freundschaften entstanden. Es ist klar, dass die Gemeinschaft eine entscheidende Rolle spielt, wenn es darum geht, die Herausforderungen von MS zu bewältigen.

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Die Band „Ela und die Herzensbrecher“ plant, die Einnahmen aus ihren Auftritten an den Verein Amsel zu spenden, der sich für MS-Betroffene engagiert. Die Musik wird so zu einem kraftvollen Mittel, um auf die Situation der Betroffenen aufmerksam zu machen und gleichzeitig Unterstützung zu leisten. Der Welt-MS-Tag, der in diesem Jahr bereits zum 18. Mal gefeiert wurde, erinnert uns daran, wie wichtig es ist, über MS aufzuklären und denjenigen, die betroffen sind, eine Stimme zu geben.

In einer Welt, die oft schnelllebig und oberflächlich erscheint, ist es inspirierend, von Menschen wie Ela zu hören, die trotz aller Widrigkeiten ihr Leben aktiv gestalten und sich für andere einsetzen. Ihr Beispiel ermutigt nicht nur andere Betroffene, sondern auch uns alle, das Leben in vollen Zügen zu genießen und uns für einander stark zu machen. Weitere Informationen über den Welt-MS-Tag und die Unterstützung von AMSEL e.V. können auf ihrer Webseite nachgelesen werden: AMSEL e.V..