Rußhütte in Freudenstadt: Ein neuer Treffpunkt für Naturfreunde und Naturschutz
Heute ist der 11.06.2026 und wir blicken auf eine spannende Entwicklung in Freudenstadt. Die Rußhütte im Christophstal hat ein neues Kapitel aufgeschlagen, denn der Naturschutzbund (NABU) Freudenstadt hat das historische Gebäude nun dauerhaft bezogen. Diese Entscheidung kommt nicht von ungefähr. Oberbürgermeister Adrian Sonder bezeichnet den NABU als idealen Pächter für die Rußhütte, die einst für die Herstellung von Ruß aus harzhaltigen Baumbestandteilen diente. Ein wahrhaft geschichtsträchtiger Ort!
Die Rußhütte wurde, um Platz für einen innerstädtischen Entlastungstunnel zu schaffen, Stein für Stein abgetragen und an einen neuen Standort im „Tal X“ transloziert. Dies kostete rund 1,7 Millionen Euro – eine Investition, die sich lohnen soll. 200.000 Euro davon kamen von der Stadt, um das Baugrundstück vorzubereiten und den Innenausbau zu realisieren. Die Umgestaltung wird nicht nur der Stadt, sondern auch den Naturfreunden zugutekommen, denn das NABU-Konzept fügt sich hervorragend in die umliegenden Forbach-Gärten ein, die als Veranstaltungs- und Naturerlebnisfläche genutzt werden sollen.
Ein Ort für die Natur und die Menschen
Die Rußhütte wird zur Basis für monatliche Treffen, Exkursionen und Veranstaltungen des NABU. Für das kommende Jahr sind bereits einige spannende Events geplant: Am 13. Juni steht eine Exkursion „Der Biber ist zurück“ auf dem Programm, gefolgt von Theateraufführungen wie „Kasper und die Fledermaus“ am 20. Juni. Im August geht es dann mit einer dreiteiligen Naturfilm-Reihe weiter. Die Vorfreude ist groß, besonders auch, weil in der Rußhütte Belege für Fledermäuse, insbesondere das Braune Langohr, gefunden wurden. Ein echtes Paradies für Fledermaus-Fans!
Der NABU Freudenstadt hat sich den Erhalt der Natur auf die Fahne geschrieben. Bereits seit 125 Jahren engagiert sich die Ortsgruppe für den Naturschutz und möchte die Menschen für die Natur begeistern – ganz im Sinne von Lina Hähnle, der Urmutter des Naturschutzbundes. Ein Besuch von ihr im Jahr 1929 bleibt unvergessen. Die aktuellen monatlichen Treffen sind offen für alle, die Lust haben, aktiv zur Naturarbeit beizutragen. Ein Blick auf die Webseite des NABU Freudenstadt zeigt die Vielfalt der Möglichkeiten, sich zu engagieren.
Gemeinsam für ein grüneres Freudenstadt
Neben den Veranstaltungen plant der NABU auch Aktionen wie „Abpflastern/Stadtgrün“, um mehr Grün in Freudenstadt und Baiersbronn zu bringen. Die erste Pflanzaktion von Obstbäumen fand bereits im April statt – zusammen mit dem Keplergymnasium und der Stadtgärtnerei. Die große Begeisterung der Teilnehmer war spürbar, und das Engagement ist ein Zeichen für den wachsenden Umweltbewusstseins in der Region.
Für all jene, die gerne mit dem Rad aktiv sind, gibt es 2026 auch etwas Neues: Das Stadtradeln beginnt am 28. Juni. Hier können sich Interessierte über die Stadtradeln-App anmelden und dem Team „NABU Freudenstadt“ beitreten. Eine tolle Möglichkeit, um die Natur gleich doppelt zu genießen – aktiv und nachhaltig!
Die Rußhütte, dieses kleine Juwel in Freudenstadt, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Diskussionen um den Erhalt gab es bereits vor 50 Jahren, als Bürger sich erfolgreich gegen einen Abriss in den 1970er-Jahren wehrten. Der Umzug und die Restaurierung dauerten ein ganzes Jahr, wobei jeder Stein seine Nummer erhielt und in einen Plan eingetragen wurde. So bleibt das historische Gebäude auch für kommende Generationen erhalten.
Für weitere Informationen über den Erhalt historischer Gebäude und deren Bedeutung für Fledermäuse, können Sie auch auf die Webseite der NABU Bergstraße schauen.
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