In der jüngsten Kreistagssitzung im malerischen Kreis Freudenstadt drehte sich alles um ein Thema, das uns alle betrifft: die Abfallentsorgung. Man kann sagen, es war ein spannendes Treffen, bei dem sich die Vertreter über die künftige Sammlung von Kunststoff-, Metall- und Verbundverpackungen aus privaten Haushalten austauschten. Besonders wichtig, so die Verwaltung, ist die Neuausschreibung der Müllsammlung, die bis 2028 erfolgen muss, da das bestehende System bekanntlich Ende 2027 ausläuft.
Die Diskussion über die Optionen für die Müllsammlung war lebhaft. Auf dem Tisch lagen verschiedene Modelle: Die Fortführung des Gelben Sacks, die Einführung eines Doppelsystems aus Gelbem Sack und Gelber Tonne oder sogar eine vollständige Umstellung auf die Gelbe Tonne ohne Gelben Sack. Die Verwaltung sprach sich für ein Mischsystem aus, das beide Elemente vereinen soll. Ein Punkt, der nicht unerwähnt bleiben sollte: Die Gelbe Tonne könnte für ein stabileres und ordentliches Straßenbild sorgen, während der Gelbe Sack mehr Flexibilität bietet. Es wurde zudem betont, dass keine Erhöhung der Müllgebühren aufgrund dieser Umstellung zu erwarten ist. Das sind doch mal gute Nachrichten!
Qualität und Verwertung
Ein weiteres Thema, das die Gemüter erregte, war die Qualität der Gelben Säcke. Hier gab es Vorschläge zur Verbesserung, was sicherlich auch für die Bürger von Interesse ist. Das Gremium hat sich schließlich darauf geeinigt, das Mischsystem weiter zu verfolgen. Dabei bleiben die Verträge über die Verwertung von Metallschrott ab Januar 2027 und Altpapier ab April 2027 weitgehend unverändert. Ein interessanter Punkt, denn die Auswirkungen auf die Abfallgebühren können erst nach Vorlage der Abschreibungsergebnisse berechnet werden. Und dann gibt es da auch noch die überfüllten Altglascontainer – besonders beim Golfplatz in Freudenstadt! Landrat Andreas Junt hat versprochen, sich um diese Situation zu kümmern. Es bleibt abzuwarten, wie schnell hier Abhilfe geschafft wird.
Ein Blick auf die Abfallwirtschaft
Ein bisschen Kontext gefällig? Die Abfallwirtschaft hat sich in Deutschland seit 1972 stark gewandelt – von der Beseitigungswirtschaft hin zur Kreislaufwirtschaft. Das Ziel ist klar: natürliche Ressourcen schonen und eine umweltverträgliche Abfallbewirtschaftung sicherstellen. Die Fünfstufige Abfallhierarchie, die von der Vermeidung bis zur Beseitigung reicht, zeigt, wie wichtig die getrennte Sammlung ist. Seit 2015 ist die getrennte Sammlung von Altpapier, Altglas, Kunststoffabfällen und Bioabfällen sogar gesetzlich vorgeschrieben. Das alles trägt dazu bei, die Ressourceneffizienz zu verbessern und den Umwelt- und Klimaschutz zu fördern.
Im Großen und Ganzen gibt es in Deutschland jährlich ein Netto-Abfallaufkommen von etwa 350 Millionen Tonnen. Dabei machen Bau- und Abbruchabfälle einen gewaltigen Teil aus. Siedlungsabfälle, wie wir sie hier in Freudenstadt sehen, betragen rund 14%. Es ist klar, dass die Abfallwirtschaft hier technologisch hochentwickelt ist, und das Umweltbundesamt unterstützt den Transfer von Wissen und Technologien. Es bleibt also spannend, wie sich die Abfallentsorgung in den kommenden Jahren entwickeln wird.