Heute ist der 14.05.2026, und in Friedrichshafen gibt es Neuigkeiten, die die Region betreffen. Der Bodensee-Airport hat einen neuen Geschäftsführer, und das bringt frischen Wind in die Luftfahrtlandschaft. Jochen Krumm, ein 58-jähriger gebürtiger Ravensburger, wird ab dem 15. Mai 2023 die Geschäfte leiten. Interessanterweise kommt er nicht aus der Luftfahrtbranche, sondern hat zuletzt im Bereich Solarenergie und Batteriespeicher gearbeitet. Das klingt für viele vielleicht überraschend, aber Krumm bringt eine Menge Erfahrung in strategischer Unternehmensführung und im Aufbau von Netzwerken mit. In Südafrika war er als Interim Manager und Strategischer Berater tätig, was ihm wohl auch bei der Führung des Flughafens helfen könnte.
Martin Buck, der Vorsitzende des Aufsichtsrates, lobt Krumms operative Kompetenz. Und das ist nicht alles – der neue Geschäftsführer besitzt sogar eine Berufspilotenlizenz. Luftfahrtexperte Cord Schellenberg sieht in Krumms Quereinstieg eine Chance für den Flughafen und hebt die guten Perspektiven hervor. Es gibt seit 2023 wieder drei innerdeutsche Flugverbindungen, und Ryanair fliegt ebenfalls wieder ab Friedrichshafen. Das ist doch mal ein positives Zeichen! Schellenberg hat auch den Vorschlag gemacht, Gespräche mit Turkish Airlines wieder aufzunehmen, die 2020 ihre Flüge nach Istanbul eingestellt haben. Vielleicht könnte das ein weiterer Schritt in die richtige Richtung sein.
Die Übergangsphase
Bei Krumms Amtsantritt wird die Flughafenleitung in einer Übergangsphase sein. Bis Ende Mai gibt es gleich drei Geschäftsführer: Neben Jochen Krumm sind auch Detlef Schäfer-Carroll, der gekündigt hat, und Claus-Dieter Wehr, der regulär ausscheidet, Teil des Teams. Das klingt nach einer spannenden, aber möglicherweise auch herausfordernden Zeit für den Flughafen. Schließlich ist der Bodensee-Airport auf öffentliche Gelder angewiesen, um finanziell stabil zu bleiben. Es wird also spannend sein zu beobachten, wie sich die Situation entwickelt und ob Krumm die richtigen Entscheidungen treffen kann.
Die Luftfahrtbranche hat in den letzten Jahren viele Herausforderungen gemeistert, und der Bodensee-Airport ist da keine Ausnahme. Die Rückkehr zu mehr innerdeutschen Flugverbindungen kann als positives Zeichen gewertet werden, das vielleicht auch die wirtschaftliche Lage stabilisieren könnte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zusammenarbeit zwischen dem neuen Geschäftsführer und den bestehenden Mitarbeitern gestalten wird. Man kann nur hoffen, dass der frische Wind, den Krumm mitbringt, auch die Passagiere und die Region begeistert. Es gibt viel zu tun, und die nächsten Monate werden sicherlich aufregend.