Olympisches Flair in Friedrichshafen: Thomas Bach besucht Taekwondo Competence Center
Am 18. Juni 2026 war in Friedrichshafen einiges los. Der olympische Flair wehte durch die Sporthalle der Bodenseeschule, als Thomas Bach, Ehrenpräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Stadt besuchte. Ursprünglich war Bach eingeladen worden, aber musste absagen. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen, als Ehrenpräsident und Vorsitzender der Olympischen Flüchtlingsstiftung in Friedrichshafen aufzutauchen. Begleitet von Chauffeur, Leibwächter und Sekretärin, hatte er einen vollen Terminkalender, der auch den Besuch des Taekwondo Competence Centers (TCC) umfasste. Hier beobachtete er das Training internationaler Spitzensportler – und das nicht nur für eine kurze Zeit. Er verbrachte fast eine Stunde länger als geplant mit den Athleten, was für alle Beteiligten ein echter Gewinn war!
Im TCC trainieren derzeit Athleten aus zahlreichen Ländern, darunter Serbien, Nigeria, Afghanistan, die Niederlande, Bolivien, Gabun, Guinea und Deutschland. Besonders erwähnenswert ist, dass unter den Sportlern auch Flüchtlinge sind. Im Moment sind fünf Flüchtlingsathleten und Sportler aus insgesamt zwölf Nationen im TCC aktiv. Auch ein Athlet aus Niger hat hier sein Zuhause gefunden. Thomas Bach lobte das TCC als „einzigartiges Kompetenzzentrum“ und betonte die gelebten olympischen Werte wie Exzellenz und Solidarität im Sport. Er bedankte sich bei Markus Kohlöffel und seinem Team für die Unterstützung der Athleten.
Olympische Werte im TCC
Die Bedeutung des TCC kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Seit 2013 ist das TCC offizielle Partnertrainingsstätte des IOC, und seit 1995 wurden dort rund 3000 Medaillen gewonnen – darunter Olympia-Silber und 17 Weltmeisterschaftsmedaillen. Dies ist nicht nur eine Zahl, sondern ein Zeichen für die harte Arbeit und das Engagement der Athleten. Bach erwähnte auch die Erweiterungspläne des TCC und die Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum Bodenseeschule St. Martin, was auf eine vielversprechende Zukunft hindeutet.
Ein besonders bewegendes Beispiel für die Unterstützung von Flüchtlingsathleten ist Alireza Abbasi, ein 23-jähriger Taekwondo-Kämpfer, der aus Afghanistan geflüchtet ist und sich auf die Spiele in Los Angeles vorbereitet. Er hat in Iran mit Taekwondo angefangen und konnte sich durch das Programm Olympic Solidarity eine Vielzahl von Medaillen erkämpfen. Auch er profitierte von den erhöhten Budgets des IOC, die es ermöglichen, regelmäßige Deutschkurse anzubieten. Das IOC verteilt insgesamt 650 Millionen Dollar zur Entwicklung des Sports in unterprivilegierten Ländern, um jungen Athleten zu helfen und sportliche Werte in die Bildung zu integrieren.
Ein Besuch mit Symbolik
Der Besuch von Bach war für das TCC und für Friedrichshafen ein echter Ritterschlag. Markus Kohlöffel, der Leiter des TCC, bezeichnete den Besuch als „Ritterschlag“ und hofft auf weitere Unterstützung für das Olympiazentrum-Projekt. Bach überreichte ihm ein symbolisches Geschenk: die olympischen Ringe, die nicht nur für Erfolge, sondern auch für die Werte stehen, die im TCC aktiv gelebt werden.
In diesem Zusammenhang ist die Integration von Sport und Bildung mehr denn je von Bedeutung. Veranstaltungen wie der Tag der offenen Tür in Berlin, bei dem das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) vertreten ist, zeigen, wie wichtig der Austausch und die Information über Integrationsangebote sind. Hier können Bürgerinnen und Bürger Einblicke in die Arbeit der Bundesregierung gewinnen und mehr über die Möglichkeiten erfahren, die das BAMF bietet, um die Integration durch Sport zu fördern.
Die Entwicklung des TCC ist ein Paradebeispiel dafür, wie Sport nicht nur verbindet, sondern auch eine Plattform für Integration schafft. Die Olympia-Idee lebt nicht nur in den großen Stadien, sondern auch in den kleinen Hallen, wo Athleten aus aller Welt gemeinsam trainieren und ihre Träume verwirklichen.
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