Heute ist der 18.07.2026 und während wir hier in Friedrichshafen den Sommer genießen, gibt es im benachbarten Deutschland ein drängendes Problem, das viele Friedhofsbesucher betrifft. Unkraut auf Friedhöfen sorgt für Ärger und lässt die Plätze oft verwildert erscheinen. So berichten die Kommunen von Schwierigkeiten, das Unkraut effektiv zu bekämpfen – ein echtes Dilemma, das durch Personalmangel und wenig praktikable Bekämpfungsmethoden verstärkt wird. In Weingarten (Kreis Ravensburg) hat man sogar die Friedhofsbesucher um Unterstützung beim Unkrautjäten gebeten. Ein Aufruf, der sowohl überraschend als auch ein wenig traurig ist.

Aber auch in Städten wie Biberach, Friedrichshafen, Sigmaringen und Bad Wurzach sieht es nicht besser aus. Dort kämpft man mit ähnlichen Problemen auf den Kiesflächen der Friedhöfe. Die Methoden zur Bekämpfung sind oft aufwändig und nicht immer von Erfolg gekrönt – Heißwasser- und Dampfgeräte sowie Gasbrenner kommen zum Einsatz, doch die Effektivität lässt manchmal zu wünschen übrig. Besonders pikant: Der Einsatz von chemischen Unkrautvernichtungsmitteln ist strengstens verboten.

Effektive Lösungen und Herausforderungen

Die Stadt Leutkirch hat sich für eine umweltfreundliche Lösung entschieden und setzt vier- bis fünfmal jährlich das ökologische Heißwasserverfahren ein. Dieses Verfahren wirkt zwar gut gegen Gräser, hat allerdings bei tiefwurzelnden Pflanzen wie Löwenzahn oft nur kurzfristige Erfolge. Die Friedhöfe, die mit Grasflächen ausgestattet sind, wie in Ravensburg und Wangen im Allgäu, scheinen hingegen von diesen Problemen verschont zu bleiben. Ein kleiner Lichtblick, wenn man bedenkt, wie wichtig ein gepflegtes Erscheinungsbild auf einem Friedhof ist.

In Konstanz hat man sogar Kies- und Splittwege in Wiesen umgewandelt, die regelmäßig gemäht werden. Ein kluger Schritt, der Pflegeaufwand reduziert und das Budget schont. Friedrichshafen, Weingarten und Sigmaringen planen ähnliche Umstellungen – ein Wandel, der vielleicht auch hierzulande ansteckend wirkt! Das klingt nach einer Strategie, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll ist.

Nachhaltige Friedhofspflege

Doch nachhaltige Friedhofspflege umfasst mehr als nur die Unkrautbekämpfung. Die Pflege von Hecken und Sträuchern spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Fachleute spezialisieren sich auf die fachgerechte Pflanzung und Pflege dieser Pflanzen, um ein harmonisches Erscheinungsbild der Friedhofsanlagen zu gewährleisten. Regelmäßiges Schneiden und Formen der Pflanzen trägt dazu bei, dass Friedhöfe nicht nur ordentlich, sondern auch ein Ort der Ruhe und des Friedens bleiben.

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Ein ganzheitlicher Ansatz, der Unkrautbekämpfung und Pflanzenpflege miteinander verknüpft, könnte der Schlüssel zu einer nachhaltigen und ästhetischen Friedhofsgestaltung sein. Es ist mehr als nur das Entfernen von Unkraut; es geht darum, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen in Stille gedenken können. Und so bleibt zu hoffen, dass die Städte in Deutschland und auch hier in Österreich kreative Lösungen finden, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

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