Heute ist der 22.04.2026. In der Stadt Göppingen gibt es erfreuliche Nachrichten für die Jugend: Der Jugendtreff „Freizi“ in der Hochhaussiedlung Bergfeld bleibt erhalten. Diese Entscheidung fiel nach einer emotionsgeladenen Debatte im Gemeinderat. Der Kreisjugendring hatte ursprünglich angedacht, das Angebot im „Freizi“ aufgrund finanzieller Schwierigkeiten aufzugeben. Doch die Stadt Göppingen sprang teilweise für Kürzungen des Landkreises bei der Jugendarbeit ein und wies die geplanten Stellenkürzungen mehrheitlich zurück.
Der Gemeinderat beschloss, dass das „Freizi“ von der Stadt übernommen wird und weiterhin offen bleiben soll. Dies geschah auf Antrag der Grünen, die den Rückzug der Jugendarbeit in der Stadt thematisierten. Oberbürgermeister Alex Maier wies auf die finanziellen Herausforderungen hin, die durch die Kürzungen des Landkreises entstanden sind. Der Geschäftsführer des Kreisjugendrings, Tobias Klopfer, äußerte sich positiv über die Fortführung des Angebots und die Bemühungen der Stadt.
Finanzielle Rahmenbedingungen
Ursprünglich plante die Stadt, bis 2027 insgesamt 2,4 Stellen in der Jugendarbeit zu reduzieren, darunter 1,3 Stellen beim städtischen Personal und 1,1 Stellen bei freien Trägern. Der Gemeinderat entschied sich jedoch, diesen Einschnitten entgegenzuwirken. Aktuell wird das Freizi mit 60 Prozent Stellenanteilen betrieben, doch dem Kreisjugendring fehlen jährlich etwa 110.000 Euro aufgrund der Kürzungen. Sollte das Angebot im Freizi fortgeführt werden, liegt das jährliche Defizit bei rund 21.000 Euro bei 60 Prozent Stellenumfang und 14.000 Euro bei 50 Prozent.
Vor der Sommerpause muss die Stadt einen Vorschlag zur Personalbemessung und zur Kooperation mit der Kreisbau vorlegen, um die Jugendarbeit im Bergfeld nachhaltig zu sichern. Zudem plant die Stadt, den Bedarf an Jugendarbeit durch bestehende Angebote in Jebenhausen und des SOS-Kinderdorfs aufzufangen.
Die Bedeutung des „Freizi“ für die Jugend
Der Erhalt des „Freizi“ ist nicht nur ein finanzieller, sondern vor allem ein sozialer Erfolg für die Jugendlichen in Göppingen. Der Treffpunkt bietet einen Raum für Begegnungen, Freizeitgestaltung und die Entwicklung sozialer Kompetenzen. In Zeiten, in denen viele Jugendangebote auf der Kippe stehen, ist es umso wichtiger, dass solche Einrichtungen nicht nur erhalten bleiben, sondern auch gefördert werden.
Die Entscheidung des Gemeinderats zeigt, wie wichtig die Jugendarbeit für die Stadtgemeinschaft ist. Es ist ein Zeichen der Verantwortung, dass man in Göppingen die Bedürfnisse der jungen Generation ernst nimmt und ihnen auch in finanziell angespannten Zeiten eine Perspektive bietet. Dies könnte auch als Modell für andere Städte dienen, die ähnliche Herausforderungen in der Jugendarbeit bewältigen müssen.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Mit einem klaren Plan zur Sicherstellung der Jugendarbeit und den richtigen finanziellen Mitteln könnte das „Freizi“ zu einem stabilen Ankerpunkt für die Jugend in Göppingen werden. Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich auch in dem Artikel von den Stuttgarter Nachrichten.