Verkehrsneuregelung in Göppingen: Sicherheit und Förderung des Radverkehrs im Fokus
Heute ist der 27.06.2026 und in Göppingen gibt es Neuigkeiten, die für alle Verkehrsteilnehmer von Bedeutung sind. Die Ortstafeln zwischen Göppingen und Eislingen wurden zusammengeführt, was einige Veränderungen nach sich zieht. Autofahrer müssen sich darauf einstellen, dass es keinen Außerortsbereich mehr gibt. Das bedeutet, dass sie langsamer fahren müssen. Das bringt eine gewisse Entschleunigung in den Verkehr und könnte sogar dazu führen, dass sich die Straßen sicherer anfühlen.
Ein kritischer Bürger, Miran Rebec, der gleichzeitig ein leidenschaftlicher Alltagsradfahrer ist, hat eine klare Forderung: Eine sichere Verkehrsführung für Radfahrer auf der ehemaligen B10. Die neue Verkehrsführung lässt Radfahrern die Wahl, ob sie auf dem Gehweg oder der Fahrbahn fahren möchten. Das klingt erst einmal gut, aber Rebec ist alles andere als zufrieden mit der Umsetzung. Die Entscheidung zur Aufhebung des Außerortsbereichs fiel im Rahmen von Abstimmungsgesprächen zum geplanten Radschnellweg. Doch die Verkehrsschaukommission hat die Radfahrerführung erst im September 2025 diskutiert und einen kurzfristigen Bau des Radschnellweges ist nicht in Sicht.
Verkehrssicherheit im Fokus
Die Stadt Göppingen erwartet durch diese Neuregelung mehr Verkehrssicherheit und Komfort für Radfahrer. Verkehrszeichen und Ampelschaltprogramme mussten entsprechend angepasst werden. Die Straßenmeisterei hat die Anordnungen umgesetzt, um den Radverkehr auf der rechten Straßenseite zu leiten. Rebec sieht allerdings Defizite bei den Verkehrsschau-Kommissionen und hat nicht nur die Umsetzung, sondern auch das Fehlen einer sicheren Radverkehrsführung in der Innenstadt kritisiert. Zudem bemängelt er, dass die Behörden ihre Prüfpflichten vernachlässigen. „Göppingen ist ein Problemfall“, so seine Einschätzung.
Ein weiterer Punkt, den Rebec anspricht, ist die Notwendigkeit von Blitzern, um das Tempolimit von 50 km/h bei Autofahrern durchzusetzen. Es scheint, als ob die Stadt in vielerlei Hinsicht noch Nachholbedarf hat, um ein sicheres Miteinander im Verkehr zu gewährleisten.
Förderung des Radverkehrs
Die Stadt Göppingen hat sich jedoch auch auf die Fahnen geschrieben, den Radverkehr zu fördern. Radfahren gilt schließlich als gesunde, umweltfreundliche und kostengünstige Fortbewegungsart. Die Stadt ist Mitglied der AGFK-BW, der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg. Das zeigt, dass sie sich zumindest bemühen möchte, die Lebensqualität durch einen hohen Radverkehrsanteil zu steigern.
Ein Parkierungskonzept wurde entwickelt, um die Erreichbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Innenstadt zu sichern. Das ist Teil einer integrierten Verkehrsplanung, die alle Interessen berücksichtigen soll. Ein Lärmaktionsplan (LAP) ist ebenfalls in Arbeit, da dieser für Kommunen gemäß der EU-Umgebungslärmrichtlinie verpflichtend ist.
Göppingen hat etwa 250 km Straßen und die LUBW hat alle relevanten Straßen kartiert. Eine spezielle Befahrung mit einem Fahrzeug wurde durchgeführt, um den Zustand der Straßen zu dokumentieren. All diese Maßnahmen sollen letztendlich zu einer besseren Verkehrsführung für alle Nutzer beitragen.
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