Heute ist der 14.07.2026 und wir blicken nach Heilbronn, wo der Handschlag trotz sommerlicher Hitze und schwitziger Hände nach wie vor ein fester Bestandteil der Begrüßung ist. Doch nicht jeder ist ein Fan dieser traditionellen Geste. Eine SWR-Recherche zeigt, dass einige Menschen aus hygienischen Gründen lieber darauf verzichten. Ayten Köksal (44) und Aysenur Ok (28) gehören zu denjenigen, die bei unangenehm feuchten Händen oder dem Kontakt mit Unbekannten lieber Abstand halten.

Dr. Elisabeth Körber-Kröll, Hausärztin in der Region, warnt sogar vor dem Handschlag. Sie weist darauf hin, dass etwa 80% der Infektionskrankheiten durch die Hände übertragen werden. Schweiß selbst ist zwar kein Überträger, aber ungewaschene Hände können durchaus gefährlich sein. Ein Problem, das nicht unterschätzt werden sollte, denn viele Menschen waschen sich nach dem Toilettengang nicht gründlich die Hände. Das ist ein Thema, das laut Studien immer wieder aufkommt.

Händewaschen und Hygienetipps

Die Bedeutung des Händewaschens wird von vielen unterschätzt. Tatsächlich übertragen sich Mikroorganismen leichter auf nassen oder feuchten Händen. Daher ist es nicht nur wichtig, die Hände gut zu waschen, sondern sie auch zügig zu trocknen. Das Abtrocknen mit einem Handtuch entfernt zusätzlich Keime, die an den Händen oder im Wasser haften können. In öffentlichen Sanitärräumen sollten saubere Einmalhandtücher verwendet werden, um die Keimübertragung zu minimieren. Auch Händetrockner sind eine gute Option, um Feuchtigkeit und Mikroorganismen zu entfernen.

Wenn wir schon beim Thema sind: Für zu Hause empfiehlt es sich, die Hände mit einem sauberen Tuch abzutrocknen. Am besten ist es, wenn jede Person ihr eigenes Handtuch nutzt, das regelmäßig gewechselt und bei mindestens 60 °C gewaschen wird. So bleiben die Hände hygienisch rein.

Die Rückkehr des Handschlags

Während der Corona-Pandemie war der Handschlag fast wie ein Tabu, doch in einigen Unternehmen, wie der Bechtle AG, hat er wieder an Bedeutung gewonnen. Die Mitarbeiter dürfen bei Audi in Neckarsulm selbst entscheiden, wie sie andere begrüßen möchten. Carolin Lüdemann, eine Knigge-Expertin, hebt hervor, dass der Handschlag Nähe schafft und Gespräche verbindlicher macht. Ein bisschen wie ein stilles Versprechen, eine Verbindung aufzubauen.

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Auch Sina Schmitt (40) aus Heilbronn hat gemischte Gefühle: Sie verzichtet ungern auf den Handschlag, achtet aber darauf, regelmäßig die Hände zu waschen. Sie freut sich, dass Berührung kein Tabu mehr ist und umarmt Menschen gerne. Muhamet Durmisaj (22) sieht im Handschlag kein Problem und hat keine Angst vor Keimen. Man könnte sagen, es ist eine ganz persönliche Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss.

In Zeiten, in denen Hygiene und Gesundheit so wichtig sind, bleibt die Frage offen, wie wir in Zukunft mit dieser traditionellen Geste umgehen werden. Ob man nun die Hände schüttelt oder nicht, die Diskussion bleibt lebendig. Fest steht, dass das Händewaschen ein zentraler Punkt bleibt, um die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern und die Gesundheit zu fördern. Ein bisschen mehr Achtsamkeit schadet nie.

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