Ein tragisches Unglück erschüttert die Region Heilbronn: Am Sonntag kam es in Namibia zu einem tödlichen Flugzeugabsturz, bei dem vier Deutsche, darunter die Familie Lohmiller aus Bad Rappenau, ihr Leben verloren. Die Propellermaschine, eine Cessna 210, startete vom Flughafen Windhuk und sollte nach etwa einer Stunde auf einer privaten Landebahn in Sossusvlei landen, einem der bekanntesten Urlaubsziele Namibias, berühmt für seine majestätischen roten Sanddünen. Doch das Flugzeug kam nie an. Kurz nach dem Start brach der Kontakt zur Maschine ab, und am Montagmorgen wurde das Wrack in einem schwer zugänglichen Gebiet entdeckt. Es gibt keine Überlebenden.
Zu den Opfern zählen Silke Lohmiller, die ehemalige Geschäftsführerin der Dieter Schwarz Stiftung, ihr Mann Richard und ihr gemeinsamer Sohn Henry. Silke Lohmiller hatte über 40 Jahre Teil der Schwarz Unternehmensgruppe und war für den Aufbau des Tip Werbeverlags verantwortlich. Ihr Engagement für soziale Themen war bemerkenswert, und von 2015 bis 2025 leitete sie die Dieter Schwarz Stiftung, die auch an der Eröffnung der experimenta mitwirkte. Richard Lohmiller war als erster Vorsitzender für den Sporthilfe Unterland e.V. Heilbronn-Hohenlohe aktiv und ebenfalls Teil der Schwarz Gruppe. Die Familie hat nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch im sozialen Bereich Spuren hinterlassen.
Das Unglück und seine Hintergründe
Die Fluggesellschaft Desert Air äußerte ihr tiefes Beileid an die Angehörigen der Todesopfer. Die Absturzursache ist bisher unklar, und eine Untersuchung durch die namibische Luftfahrtbehörde wurde eingeleitet. Kleinflugzeuge spielen eine bedeutende Rolle im namibischen Tourismus. Viele Regionen, Lodges und Nationalparks sind nur schwer mit dem Auto erreichbar, was diese Art des Reisens besonders wichtig macht. Jährlich besuchen über 100.000 deutsche Urlauber Namibia, und die Lohmillers sind nur eine von vielen Familien, die sich von der Schönheit des Landes angezogen fühlten.
Die Tragödie wirft auch ein Licht auf die Risiken, die mit dem Fliegen in abgelegene Gebiete verbunden sind. Während der Tourismus in Namibia boomt und immer mehr Menschen die atemberaubenden Landschaften erkunden möchten, bleibt die Sicherheit der Flüge ein zentrales Anliegen. Die Ermittlungen zur Absturzursache werden mit Hochdruck vorangetrieben, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.
In diesen schweren Stunden gilt unser Mitgefühl den Hinterbliebenen der Lohmiller-Familie und allen, die betroffen sind von diesem schrecklichen Unglück. Es ist ein herber Verlust für die Region und darüber hinaus.
Weitere Informationen über den Vorfall sind in einem Artikel von SWR Aktuell zu finden.