Heute ist der 19.04.2026 und die politische Landschaft im Hohenlohekreis steht vor einem bedeutenden Umbruch. Der Wahlkreis umfasst 16 Kommunen des Hohenlohekreises sowie sechs Gemeinden aus dem Landkreis Schwäbisch Hall. Historisch war dieser Wahlkreis längst eine Hochburg der CDU, die bei der Landtagswahl 2016 über 40% der Stimmen erhielt. Doch die Zeiten haben sich gewandelt. Bei der letzten Wahl im Jahr 2021 konnten die Grünen unter der Führung von Catherine Kern das Direktmandat mit 28,7% der Stimmen erringen, während die CDU nur 24,4% erreichte.
Für die kommende Landtagswahl im Jahr 2026 wird es spannend, denn Catherine Kern wird nicht erneut kandidieren. Stattdessen tritt Mario Dietel, ein 25-jähriger Politikwissenschaftler aus Öhringen, als neuer Direktkandidat der Grünen an. Dietel, der auch seit 2019 Mitglied des Gemeinderats in Öhringen ist, engagiert sich für Themen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Digitalisierung und ländliche Entwicklung. Er steht auf Platz 56 der Grünen-Landesliste.
Die Kandidaten im Überblick
Die CDU wird von Tim Breitkreuz, einem 31-jährigen Regierungsrat im Justizministerium und CDU-Kreisvorsitzenden, vertreten. Breitkreuz hat seine Schwerpunkte auf die ländliche Stärkung, den Bürokratieabbau und die staatliche Handlungsfähigkeit gelegt. Er belegt Platz 33 auf der CDU-Liste und hat bei der letzten Wahl die meisten Erststimmen im Wahlkreis Hohenlohe erzielt, was ihm das Direktmandat sicherte.
Auch die SPD schickt einen vielversprechenden Kandidaten ins Rennen: Jonas Aberle, 28 Jahre alt, lebt ebenfalls in Öhringen und bringt seine Erfahrungen als Industriemeister und Gewerkschafter mit ein. Seine Schwerpunkte liegen im Erhalt von Arbeitsplätzen, beruflicher Bildung und praxisnaher Wirtschaftspolitik, und er steht auf Platz 41 der SPD-Landesliste.
Die FDP wird von Finn Pfaller, einem 23-jährigen Mathematikstudenten aus Tübingen, vertreten, der sich für individuelle Freiheit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Bildungspolitik einsetzt und auf Platz 28 der FDP-Landesliste steht. Anton Baron, 1987 in Dshambul (Kasachstan) geboren und Wirtschaftsingenieur, ist seit 2016 Mitglied des Landtags und wird für die AfD antreten. Er ist Sprecher des AfD-Kreisverbands Hohenlohe/Schwäbisch Hall und belegt Platz 3 der AfD-Landesliste.
Wählerverhalten und politische Herausforderungen
Die politischen Verhältnisse im Hohenlohekreis sind dynamisch. Die Wählerzahl bei der letzten Landtagswahl betrug 70.598, bei einer Wahlberechtigtenzahl von 100.476. Die Gültigkeit der Stimmen lag bei 70.061. Die CDU konnte bei den Erststimmen 27.167 Stimmen (38,8%) und bei den Zweitstimmen 22.896 Stimmen (32,6%) erzielen. Im Gegensatz dazu mussten die Grünen einen Rückgang ihrer Stimmen hinnehmen, was auf den sich wandelnden politischen Wind hindeutet.
Mit einer Wahlbeteiligung von 70,3% zeigt sich, dass die Bürgerinnen und Bürger des Hohenlohekreises an der politischen Mitgestaltung interessiert sind. Die Region ist überwiegend ländlich geprägt und hat enge Verbindungen zur Automobilbranche, mit bedeutenden Unternehmen wie Würth, ebm-papst und Ziehl-Abegg. Diese wirtschaftlichen Faktoren spielen eine entscheidende Rolle in den Wahlkämpfen der kommenden Monate.
Die Herausforderung für die neuen Kandidaten wird sein, die Wähler von ihren politischen Konzepten zu überzeugen und das Vertrauen zurückzugewinnen. Die politischen Strategien werden entscheidend sein, um in einer Region, die sowohl durch Tradition als auch durch Innovation geprägt ist, den richtigen Kurs zu finden.
Für weitere Informationen zu den Kandidaten und zur politischen Situation im Hohenlohekreis kann die vollständige Quelle hier eingesehen werden. Die Verantwortung für die politische Gestaltung der nächsten Jahre liegt nun in den Händen der Wähler.