Die Theaterwelt in Karlsruhe bekommt einen frischen Wind! Ab der Spielzeit 2027/28 übernimmt Ursula Thinnes die Rolle der Schauspieldirektorin am Badischen Staatstheater. Momentan leitet sie das Schauspiel am Staatstheater Braunschweig und hat dort bereits einige bemerkenswerte Akzente gesetzt. Ihre beeindruckende Karriere führt durch verschiedene Bühnen und Städte – von Chicago über Wien bis München und Linz. Das klingt doch schon mal spannend, oder?

Thinnes bringt eine Fülle an Erfahrung mit. Zuvor war sie Chefdramaturgin am Theater Konstanz sowie am Saarländischen Staatstheater und hat auch am Schauspiel Frankfurt gewirkt. Ihre akademische Ausbildung umfasst Theaterwissenschaft, Komparatistik, Germanistik und Geschichte, die sie in München studierte. Zudem hat sie zahlreiche Projekte realisiert, unter anderem das „Primeurs Festival für frankophone Gegenwartsdramatik“. Diese grenzüberschreitenden Initiativen zeigen, wie sehr ihr der Austausch zwischen den Kulturen am Herzen liegt.

Ein neuer Fokus für Karlsruhe

Die Nachfolge von Claus Caesar, der das Theater am Ende der Spielzeit 2026/27 verlässt, wird mit Thinnes‘ Engagement gut besetzt. Ihr Konzept für das Badische Staatstheater umfasst nicht nur den Leitgedanken des starken Schauspielertheaters, sondern auch einen verstärkten Dialog mit der Karlsruher Stadtgesellschaft. Das aktuelle Team der Schauspieldirektion bleibt unverändert, und die bestehenden Kommunikations- sowie Partizipationsstrukturen im Ensemble sollen beibehalten werden. Das ist eine gute Nachricht für alle, die auf Kontinuität und Stabilität setzen.

Intendant Christian Firmbach hat sich bereits positiv über die Neubesetzung geäußert und hebt Thinnes‘ umfangreiche Erfahrung hervor. Es wird spannend zu sehen, wie sie ihre Visionen umsetzen wird. Thinnes selbst betont die Bedeutung des Ensembles in ihrer Theaterarbeit und möchte den Austausch mit der Stadtgesellschaft weiter intensivieren. Das klingt nach einer vielversprechenden Perspektive für die Karlsruher Theaterlandschaft.

Ein Blick über die Grenzen

Was vielleicht nicht jeder weiß: Die Hessische Theaterakademie, die 2002 gegründet wurde, spielt eine wichtige Rolle in der Ausbildung der Bühnenkünstler. Sie vereint Hochschulen und Theater aus Hessen sowie aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Mit dem Ziel, Studierende auf ihre künstlerische Laufbahn vorzubereiten, fördert sie Querverbindungen zwischen den Sparten der darstellenden Künste. Ein großes Plus für die gesamte Region!

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Neue Master-Studiengänge wie Dramaturgie, Choreographie und Performance, sowie Theater- und Orchestermanagement zeigen, dass es hier eine dynamische Entwicklung gibt. Die zahlreichen Kooperationen zwischen den Hochschulen ermöglichen es den Studierenden, wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Die Akademie ist also nicht nur ein Ort für Ausbildung, sondern auch ein Raum für kreative Austauschprozesse, der letztlich auch den Theatern in der Region zugutekommt.

Ursula Thinnes‘ künstlerische Reise wird mit ihrem Engagement in Karlsruhe sicherlich eine spannende Wendung nehmen. Wir dürfen gespannt sein, welche neuen Impulse sie setzen wird und wie sich das Theaterleben in der Stadt entwickeln wird.

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