Heute ist der 1. Mai 2026 und in Stetten, einem kleinen Ort in Deutschland, hat sich trotz einer unerwarteten Absage der Freiwilligen Feuerwehr ein kleines Wunder ereignet: Mindestens vier Maibäume wurden aufgestellt! Ursprünglich sollte die Feuerwehr aus versicherungstechnischen Gründen das Aufstellen absagen, doch die Dorfbewohner ließen sich nicht entmutigen. Christian „Ofe“ Ofenheusle, ein echter Macher, organisierte kurzerhand einen Ersatz-Maibaum aus Inzlingen und brachte ihn mit tatkräftiger Unterstützung der Nachbarn. So wurde aus einer Absage ein gemeinschaftliches Fest, das die Herzen der Anwesenden erwärmte.

Am Donnerstagabend versammelten sich die Menschen am „Salamiplatz“. Dort gab es nicht nur leckeres Essen, sondern auch Freibier gegen eine kleine Spende. Kai Fiacsan, der den Imbisswagen betrieb, wartete gespannt auf den Maibaum. Die gesamte Aktion wurde im Stillen vorbereitet und zeigte eindrucksvoll den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft. Es war nicht nur ein Maibaumfest, es war ein Wiedersehen für viele Gäste, darunter auch Exil-Stettemer, die extra angereist waren, um diesen besonderen Moment mitzuerleben.

Ein Fest der Gemeinschaft

Die Veranstaltung entwickelte sich schnell zu einem geselligen Beisammensein, das nicht nur die Einheimischen anzog. Auch im Kolpingkeller, wo man den Maibaum-Fest fortsetzte, herrschte ausgelassene Stimmung. Ein dritter Maibaum, der im Bereich des „Adler-Fass“ aufgestellt wurde, und ein vierter Maibaum, der im Hof des Fridolinheims zu Ehren der Senioren von Hausmeister Martin Schärtel errichtet wurde, zeugen von der Kreativität und dem Engagement der Dorfbewohner. Insgesamt wurden also mindestens vier Maibäume in Stetten aufgestellt, und das alles ohne die offizielle Feuerwehr!

Die Idee, gleich mehrere Maibäume aufzustellen, war ein Zeichen dafür, dass die Tradition in Stetten lebendig bleibt. Trotz aller Widrigkeiten zeigt die Gemeinschaft, dass sie zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt. Es ist ein Beispiel dafür, wie lokale Bräuche auch in schwierigen Zeiten weiterleben können. Man könnte fast sagen, dass die Absage der Feuerwehr die Dorfbewohner noch enger zusammengeschweißt hat. Vielleicht ist das der wahre Geist des Maibaumfestes: Zusammenhalt, Freude und das Feiern der Gemeinschaft.