Heute ist der 1.06.2026 und in Ludwigsburg gibt es mal wieder spannende Neuigkeiten aus dem nahegelegenen Deutschland, die die Herzen von Feuerwehr und Rettungsdiensten höher schlagen lassen. Es geht um ein Thema, das immer wieder für Diskussionen sorgt: die Bußgeldbescheide, die für Fahrzeuge im Einsatz ausgestellt werden, wenn sie geblitzt werden. Das Landratsamt hat nun klargestellt, dass es keine Möglichkeit gibt, diese Bescheide wie beim Roten Kreuz zu handhaben. Der bürokratische Aufwand beim Landratsamt ist laut den Verantwortlichen höher als beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), da die Bußgeldbescheide in schriftlicher Form verschickt werden. Das DRK hingegen kommuniziert Rückmeldungen ganz modern und unkompliziert per E-Mail.

Ein interessanter Aspekt kommt von Schassberger, der berichtet, dass das DRK nur zwei oder drei Strafzettel pro Jahr für seine Fahrzeuge erhält, wenn sie ohne Blaulicht unterwegs sind. Im Gegensatz dazu ist die Situation bei der Freiwilligen Feuerwehr Bietigheim-Bissingen etwas anders. Stadtkommandant Frank Wallesch kann keine genauen Zahlen nennen, wie oft die Feuerwehr bei Einsätzen von „privaten Blitzern“ erfasst wird. Es gibt zwar jährlich etwa 350 alarmierte Einsätze, aber nur ein bis zwei solcher Fälle sind bekannt.

Blitzer und Blaulicht

Die Feuerwehr wird hauptsächlich bei Einsätzen an stationären Überwachungsanlagen an Kreuzungen geblitzt. Hier zeigt sich ein Vorteil: Auf den Blitzer-Fotos ist das Blaulicht der Fahrzeuge deutlich erkennbar. Dadurch entstehen keine Rückfragen bei der Feuerwehr, was sicherlich eine Erleichterung für alle Beteiligten darstellt. Anette Hochmuth, Sprecherin der Stadtverwaltung, bestätigt, dass Fahrzeuge mit Blaulicht keine Strafe erhalten, wenn sie geblitzt werden. Das sorgt für etwas Entspannung im hektischen Arbeitsalltag der Retter, die oft im Eiltempo unterwegs sind.

Erstaunlicherweise wird jedoch keine Statistik darüber geführt, wann auf solchen Fotos kein Verfahren folgte. Es ist also ein wenig ein „Schwarz-Weiß“-Bild, das hier gezeichnet wird – entweder wird geblitzt, und es gibt keine Konsequenzen, oder es wird ein Bußgeld verhängt. Diese Unklarheit könnte in der Zukunft vielleicht noch für Gesprächsstoff sorgen.

Verwaltung und Bürokratie

Die Feuerwehr Bietigheim-Bissingen ist dem Ordnungsamt angegliedert, das auch die Bußgeldstelle betreibt. Hier wird deutlich, wie sehr Bürokratie und Alltag der Retter miteinander verwoben sind. Es ist ein ständiges Abwägen zwischen dem dringenden Einsatz und den gesetzlichen Vorgaben, die bei der Einhaltung von Vorschriften auch mal als hinderlich empfunden werden können. So ist der bürokratische Aufwand beim Landratsamt tatsächlich ein Thema, das nicht nur die Feuerwehr, sondern auch das DRK betrifft.

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Die Diskussion um die Handhabung von Bußgeldbescheiden, die im Einsatz geblitzt werden, wird mit Sicherheit weitergehen. Vielleicht gibt es in Zukunft Lösungen, die sowohl die Effizienz der Rettungsdienste als auch die gesetzlichen Vorgaben besser in Einklang bringen. Bis dahin bleibt den Einsatzkräften nur, im wahrsten Sinne des Wortes, das Blaulicht aufblitzen zu lassen und schnellstmöglich Hilfe zu leisten, während die Bürokratie ihren Lauf nimmt. Wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann eine Lösung, die alle Seiten zufriedenstellt – aber bis dahin bleibt es spannend!

Für mehr Informationen zu diesem Thema können Sie den Artikel in der Bietigheimer Zeitung nachlesen.