Führung durch die Geschichte des Klosters Bronnbach mit Georg Denzer
Im malerischen Kloster Bronnbach, gelegen im charmanten Wertheim-Bronnbach, findet am Freitag, dem 17. Juli, um 17 Uhr eine ganz besondere Veranstaltung statt. Landrat a. D. Georg Denzer wird eine Führung mit dem Titel „Als ich ein Kloster kaufte…“ leiten. In dieser Führung wird er über den Erwerb des Klosters durch den Main-Tauber-Kreis im Jahr 1986 berichten – ein Ereignis, das in der Region noch immer von Bedeutung ist.
Ein Kaufpreis von 1,9 Millionen Mark war damals nötig, um dieses geschichtsträchtige Bauwerk zu sichern. Denzer, der auch Vorsitzender des Freundeskreises Kloster Bronnbach ist, wird die Anfänge des Klostererwerbs lebhaft darstellen, einschließlich der Pionierzeit in den 1990er Jahren. Interessierte können sich im Klosterladen auf den gemeinsamen Weg machen und mehr über die bewegte Geschichte dieses Ortes erfahren. Die Teilnahmegebühr beträgt 13 Euro, und eine Anmeldung ist erforderlich – entweder telefonisch unter 09342/935202020 oder via E-Mail an info@kloster-bronnbach.de. Wer mehr Details sucht, wird auf der Webseite www.kloster-bronnbach.de fündig.
Die Geschichte des Klosters Bronnbach
Das Kloster selbst hat eine reiche Geschichte, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Es wurde 1138 gegründet und erhielt zahlreiche Dotationen sowie Schenkungen von Adligen, die sowohl Grundbesitz als auch Zinseinkünfte umfassten. Diese geschenkten Güter ermöglichten es dem Kloster, zu florieren und eigenständig zu wirtschaften. Im Laufe der Jahrhunderte wurden Grangien zur Eigenbewirtschaftung errichtet, was zu einer bemerkenswerten wirtschaftlichen Entwicklung führte. Das Kloster begann, Grundbesitz zu verpachten und zog so die Erträge ein – eine kluge Strategie, die es ihm erlaubte, mehrere Märkte in Städten wie Wertheim und Würzburg zu bedienen.
Die Architektur des Klosters ist ebenfalls faszinierend. Die markanteste Struktur, die Kirche, wurde 1222 geweiht und ist der Gottesmutter Maria gewidmet. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr das Kloster zahlreiche barocke Umbaumaßnahmen, die das ursprüngliche, schlichte Design des Zisterzienserordens in etwas Repräsentativeres verwandelten. Die barocke Repräsentation war im Klosterlebensstil von großer Bedeutung, was sich in den prachtvollen Neubauten, wie dem Festsaal mit Saalgarten und der Abteigarten-Orangerie, widerspiegelt.
Zisterzienser und ihre Spiritualität
Die Zisterzienser, zu denen das Kloster Bronnbach gehört, sind ein kontemplativer Orden, der ein einfaches, aber tiefes Leben führt, um Gott zu suchen. Ein wichtiges Merkmal ihrer Spiritualität ist das Leben in Klausur, verbunden mit einer stabilen Gemeinschaft im Kloster. Marienverehrung spielt eine zentrale Rolle im Alltag der Zisterzienser, was sich auch in der Namensgebung vieler Klosterkirchen widerspiegelt. Ihr habit, eine weiße oder graue Tunika, ist ein Symbol für ihre demütige Lebensweise. Mönche und Nonnen können auf Wunsch eine weitere Ausbildung in Theologie anstreben, was den klösterlichen Lebensstil zusätzlich bereichert.
Wenn man all dies bedenkt, wird die Bedeutung des Klosters Bronnbach nicht nur als historisches Gebäude, sondern auch als lebendiger Teil der Zisterzienserkultur deutlich. Die Führung am 17. Juli bietet eine hervorragende Gelegenheit, in diese faszinierende Geschichte einzutauchen und mehr über die Anfänge und Entwicklungen eines Ortes zu erfahren, der bis heute eine wichtige Rolle in der Region spielt.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Ein modernes Nachrichtenportal wie unseres, muss für alle Menschen zugänglich sein. Unser Website System wurde daher konsequent nach den Vorgaben der WCAG 2.1 und BITV 2.0 neu entwickelt – mit sauberer Struktur, ARIA-Attributen und ohne technische Hürden für assistive Technologien. Die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom / VeloCore.
