Heute, am 19. Juli 2026, findet in Mannheim die 10. Internationale Deutscholympiade statt, die sich zu einem regelrechten Schmelztiegel der Kulturen entwickelt hat. Über 100 Jugendliche aus mehr als 60 Ländern haben sich in ihren Heimatländern für diesen Wettbewerb qualifiziert und zeigen hier nicht nur ihre Sprachkompetenz, sondern auch ihre Kreativität und Teamfähigkeit. Die Veranstaltung, die am 13. Juli begann und bis zum 22. Juli dauern wird, wird vom Goethe-Institut ausgerichtet. Ein echtes Highlight für die Teilnehmer, die zwischen 14 und 17 Jahren alt sind, und die besten Deutschlerner ihrer Länder repräsentieren.

Ein besonders spannendes Event in diesem Rahmen ist der Workshop mit dem Thema „Wir bauen unser Morgen“, der im Mannheimer Bildungszentrum TUMO stattfindet. Hier kommen moderne Technologien wie spezielle Software und 3-D-Drucker zum Einsatz. Die Jugendlichen gestalten ihre Vision einer „Stadt der Zukunft“, wobei der Fokus auf Klimaanpassung liegt. Der 16-jährige Mark aus Kanada hat dabei ein Konzept präsentiert, das sich mit der Nutzung von Abwärme von KI-Maschinen aus Finnland beschäftigt. Es ist beeindruckend zu sehen, wie engagiert die Jugendlichen an ihren Ideen arbeiten und dabei auch neue Freundschaften knüpfen – wie Abigail aus Kenia, die plant, Medizin in Heidelberg zu studieren.

Einblicke in die Jury und die Bewertungskriterien

Die Jury, in der auch Elena Schoppa-Briele vom Institut für Deutsche Sprache (IDS) vertreten ist, hat die nicht ganz einfache Aufgabe, die sprachliche Kompetenz sowie die Art der Inhaltsvermittlung zu bewerten. Neben diesen Aspekten fließen interkulturelle Kompetenz, Kreativität und Teamfähigkeit in die Beurteilung ein. Am Schlusstag werden die Besten mit Gold, Silber, Bronze und verschiedenen Sachpreisen ausgezeichnet. Es wird eine spannende Preisverleihung am 22. Juli von 14 bis 17 Uhr in der Alten Feuerwache Mannheim erwartet.

Am 16. Juli fand zudem ein Fortbildungstag für Lehrkräfte der IDO-Teilnehmenden im IDS statt, bei dem praxisnahe Zugänge zu grammatischen und lexikografischen Ressourcen vorgestellt wurden. Die Themen reichten von der Nutzung von Grammatik im Unterricht bis hin zur Entwicklung des deutschen Wortschatzes seit 2020. So bekommen auch die Lehrkräfte wertvolle Impulse für ihren Unterricht.

Kreativität und interkultureller Austausch

Ein weiterer Workshop, der am 19. Juli ab 14 Uhr stattfinden wird, beschäftigt sich mit der Jugendsprache und den Jugendwörtern. Die Jugendlichen lernen am Rheinufer Mannheims über die Herkunft und Bedeutung dieser Sprache und deren Verwendung in der Schule. Es ist faszinierend zu sehen, wie lebendig und dynamisch Sprache sein kann, besonders in der Jugendkultur.

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Die Deutscholympiade, die alle zwei Jahre vom Goethe-Institut in Kooperation mit dem Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband veranstaltet wird, stellt den weltweit größten Wettbewerb zur deutschen Sprache dar. Sie ist nicht nur ein Wettbewerb, sondern auch ein Ort des interkulturellen Austausches und der Begeisterung für Sprache. Wie Schoppa-Briele treffend bemerkt, ist die IDO eine Plattform, die nicht nur die Sprachkenntnisse fördert, sondern auch das Verständnis und die Akzeptanz zwischen verschiedenen Kulturen stärkt.

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