Am vergangenen warmen Sommerabend fand an der Waldorfschule Offenburg ein beeindruckendes Sommerkonzert statt, das die Vielfalt der Musik und der darstellenden Kunst auf wunderbare Weise miteinander verband. In einem bunten Programm, das sowohl Eurythmie als auch Orchesteraufführungen umfasste, zeigten die Schüler ihr kreatives Talent. Der ursprünglich geplante Oberstufenchor musste leider ausfallen, doch Musiklehrer Alexander Hildebrand ließ sich nicht entmutigen und suchte nach Alternativen. Eurythmielehrerin Irina Fabiny präsentierte die bewegte Ausdruckskunst ihrer Klassen, was das Publikum sichtlich begeisterte.

Parallel dazu fand eine Ausstellung statt, die die künstlerisch-handwerklichen Arbeiten der Oberstufe präsentierte. Hier konnten Besucher in die Welt der Bildenden Kunst, Schmuckgestaltung, Schmieden, Plastizieren und Schreinern eintauchen. Das Orchester, geleitet von Dieter Baran, spielte ein abwechslungsreiches Repertoire, das von Klassik über Jazz bis hin zu modernen Popsongs reichte. Besonders hervorzuheben ist Émile Martin aus der 10a, der am Klavier den zweiten Satz des Haydn Klavierkonzerts in D-Dur zum Besten gab. Auch ein Bob-Marley-Medley sorgte für eine karibische Atmosphäre und brachte die Zuhörer zum Schwingen.

Ein ganz besonderes Jubiläum

Passend zum Konzert fand an derselben location das Jubiläum von 40 Jahren Concertino Offenburg statt. Auch hier spielte die Waldorfschule Offenburg eine zentrale Rolle. Das Fest beinhaltete unter anderem die Aufführung von Haydns „Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 D-Dur“, bei dem die talentierte Schweizer Cellistin Charlotte Gulikers als Solistin auftrat. Das Publikum durfte sich auf ein amüsantes Eröffnungsstück freuen: „MozArt à la Haydn“ von Alfred Schnittke, das auf unterhaltsame Weise Themen von Mozart und Haydn miteinander verband. Auch die Bläser der MHS Freiburg trugen mit den „Haydn-Variationen“ von Johannes Brahms zum gelungenen Abend bei. Der Eintritt war frei, und am Ausgang wurde um einen Unkostenbeitrag gebeten – eine schöne Geste der Stadt Offenburg, die das Event unterstützte.

Die Magie der Eurythmie

Doch was wäre ein solches Konzert ohne die zauberhafte Eurythmie? Diese besondere Kunstform wird an der Waldorfschule mit zwei Wochenstunden unterrichtet und gilt als bedeutend für die Schüler. Die Jüngeren haben die Möglichkeit, ihre Emotionen wie Jubel, Trauer und Spannung durch Bewegung auszudrücken. Komischerweise schlüpfen sie in verschiedene Gestalten und Elemente – man könnte sagen, die Bühne wird zum Spielplatz der Fantasie. Die Verbindung zwischen Musik und Bewegung ist dabei unverkennbar: Rhythmen und Melodien beeinflussen die Darstellungen der Kinder, die mit viel Lebensfreude und Tatendrang ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Abgerundet wurde das Konzert von den Abiturienten, die trotz des Ausfalls des Oberstufenchors eigene musikalische Beiträge präsentierten. Johannes Martin, ein talentierter Trompeter, interpretierte „Englishman in New York“ von Sting, unterstützt vom Orchester und der Schlagzeugerin Lonni Pflum aus der 11a. Jonah Grössle bezauberte das Publikum mit Leo Portnoffs Russischer Fantasie Nr. 2 auf der Geige, begleitet von Émile Martin. Abdulwahid El-Barbary sang „Egoist“ von Jeremias und wurde dabei von Jona Weil am Cello und Émile Martin am Klavier begleitet. Ein wahrhaft inspirierender Abend, der die Talente der Schüler und die Kraft der Musik und Bewegung in den Vordergrund stellte.

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