Am Dienstagmittag kam es in Rust, einer kleinen Gemeinde im Ortenaukreis, zu einem unerwarteten Stromausfall, der auch den beliebten Europa-Park betraf. Die ersten Meldungen dazu kamen von dem Schweizer Nachrichtenportal „20 Minuten“. Ein brennendes Storchennest auf einer Hochspannungsleitung im Bereich Mahlberg-Orschweier war der Auslöser für die Dunkelheit, die kurzzeitig über den Freizeitpark hereinbrach.

Von diesem Vorfall waren alle Achterbahnen und Fahrattraktionen des Europa-Parks betroffen. Der Stromausfall dauerte etwa fünf Minuten, doch in dieser Zeit mussten alle strombetriebenen Attraktionen sowie das Online-System des Parks in den „sichersten Zustand, den kontrollierten Stillstand“ übergehen. Das klingt zwar nach einem gut durchdachten Sicherheitsmechanismus, aber für die Gäste bedeutete es auch, dass einige von ihnen evakuiert werden mussten. Glücklicherweise konnten die meisten Bahnen in die Station fahren, sodass die Besucher regulär aussteigen konnten. Dennoch war es kein ganz gewöhnlicher Tag im Park!

Notfallmaßnahmen und Sicherheit

Der Europa-Park hat in solchen Situationen ein Notstromaggregat, das sicherstellt, dass die Gäste nicht in Gefahr geraten. Nach der Wiederherstellung der Stromversorgung wurden die Attraktionen schrittweise wieder in Betrieb genommen, und die Öffnungszeit des Parks wurde um 1,5 Stunden bis 19:30 Uhr verlängert. Vor diesem Vorfall blieb am Montag die Wasserachterbahn „Poseidon“ plötzlich stehen, was ebenfalls technisches Geschick der Mitarbeiter erforderte, um die blockierten Boote zu befreien. Solche Stopps sind zwar Teil der Sicherheitsmechanismen, aber sie sind für die Fahrgäste sicherlich ein Adrenalinkick der anderen Art.

Die Sicherheit der Besucher hat für Betreiber von Freizeitparks oberste Priorität. Besonders in geschlossenen Gebäuden, wie es bei einigen Achterbahnen der Fall ist, gestaltet sich die Selbstrettung im Brandfall oft als schwierig bis unmöglich. Dies erfordert eine schutzzielorientierte Brandschutzfachplanung, wie sie beispielsweise für die neue Achterbahn „Voltron Nevera“ im Europa-Park notwendig ist. Rückhaltesysteme wie Schutzbügel sind zwar vorgeschrieben, erschweren jedoch die Selbstrettung im Notfall. Das macht die Evakuierung im Ernstfall zu einer komplexen Angelegenheit, die maßgeschneiderte Brandschutzplanung erfordert. Die entsprechenden Maßnahmen müssen zudem die optische Gestaltung und Thematisierung der Attraktionen berücksichtigen, was eine zusätzliche Herausforderung darstellt.

In Freizeitparks treten zahlreiche Risiken auf, die bei der Planung und dem Betrieb berücksichtigt werden müssen. Die Technikräume müssen zwar nicht zwingend vom Fahrgeschäft abgetrennt sein, doch ein Brand in der Steuerungstechnik kann zu ungewollten Nothalts der Attraktionen führen. Das könnte für die Gäste äußerst gefährlich werden. Eine gründliche Analyse der spezifischen Risiken und potenziellen Gefahrenquellen ist entscheidend für die Brandschutzplanung. Der vollständige Artikel, der diese Themen behandelt, erscheint in der Ausgabe 5.2024 des FeuerTrutz Magazins und wird sicher auf großes Interesse stoßen.

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Wie auch immer – solche Zwischenfälle wie der Stromausfall in Rust sind immer ein wenig beunruhigend, aber sie zeigen auch, wie gut die Sicherheitsvorkehrungen in einem Freizeitpark durchdacht sind. Man kann nur hoffen, dass die nächste Achterbahnfahrt weniger abrupt unterbrochen wird und man einfach nur den Nervenkitzel genießen kann!