Heute ist der 28.05.2026 und im Ortenaukreis gibt es spannende Neuigkeiten aus dem Nachbarland Deutschland. Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg hat eine zweite Förderrunde für die Initiative „Soziale Innovation“ angekündigt, die sich auf die Jahre 2027 und 2028 konzentriert. Hierbei stehen rund 4 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) zur Verfügung, um innovative Projekte zu unterstützen. Ein echter Lichtblick für viele Organisationen und Initiativen, die sich der sozialen Teilhabe und Integration widmen!
Die Antragstellung für diese Fördermittel ist vom 8. Juni 2026 bis zum 31. Juli 2026 möglich. Die Förderung richtet sich insbesondere an Kleinprojekte mit hohem Innovationscharakter sowie an Modellprojekte, die neue Ansätze zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und der Teilhabechancen von Menschen, die von Armut und Ausgrenzung bedroht sind, bieten. Das ist ja wirklich wichtig, denn in der heutigen Zeit ist es umso entscheidender, dass wir alle mit einbezogen werden.
Förderprojekte im Fokus
Im Ortenaukreis gibt es bereits einige beeindruckende Projekte, die im Rahmen des ESF Plus gefördert wurden. Ein Beispiel ist „Democratic Girls“, das die Eigenständigkeit und Ausbildungsnähe migrierter Mädchen ab der fünften Klasse durch politische Bildung stärkt. Ein weiteres Projekt, „Zukunftswege“, unterstützt Zuwanderinnen in Hornberg dabei, Zugangsbarrieren zum Arbeitsmarkt zu überwinden. Und dann wäre da noch „Sprint“, das niederschwellige Methoden des Spracherwerbs für Menschen mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund bietet. Diese Initiativen zeigen, wie kreativ und nachhaltig soziale Innovationen sein können.
Die erste Evaluation hat bereits zahlreiche positive Ergebnisse hervorgebracht. Es zeigt sich, dass der ESF Plus nicht nur ein wichtiges Finanzierungsinstrument der EU für Investitionen in Menschen ist, sondern auch einen echten Unterschied im Leben vieler Menschen bewirken kann. Baden-Württemberg erhält in der aktuellen Förderperiode insgesamt rund 218 Millionen Euro an ESF-Plus-Mitteln, was die Bedeutung dieser Initiative unterstreicht. Der Fokus liegt dabei auf nachhaltiger Beschäftigung, lebenslangem Lernen, Fachkräftesicherung, sozialer Inklusion und der Bekämpfung von Armut.
Wer kann profitieren?
Die Antragstellung für die Fördermittel ist nur durch Einrichtungen, Organisationen und Unternehmen möglich. Das bedeutet, dass Privatpersonen zwar nicht direkt einen Antrag stellen können, jedoch von der Teilnahme an geförderten Projekten enorm profitieren. Das ist eine großartige Möglichkeit, um soziale Innovationen zu fördern und gleichzeitig Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen. Die Geschäftsstelle des ESF Plus im Ortenau Jobcenter koordiniert die regionalen Aktivitäten und sorgt dafür, dass die Fördermittel auch wirklich dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
In einem größeren Kontext betrachtet, verfolgt die Komponente Beschäftigung und soziale Innovation dieselben politischen Ziele wie der ESF Plus. Hierzu zählen Aspekte wie Beschäftigung und Qualifikation, soziale Inklusion und die Verbesserung von Arbeitsbedingungen. Für den Zeitraum bis 2027 stehen auf Unionsebene etwa 675 Millionen Euro zur Verfügung, was die hohe Priorität unterstreicht, die der sozialen Innovation von der Europäischen Union beigemessen wird. Das zeigt sich nicht zuletzt in den diversen Fördermöglichkeiten, die von evidenzbasierten Studien bis hin zu Mikrofinanzierungen für Kleinstunternehmen reichen.
Das ist alles ganz schön viel, aber es ist auch spannend, zu sehen, wie sich diese Programme entwickeln und welche konkreten Veränderungen sie in der Gesellschaft bewirken können. Wenn Sie mehr Informationen zu den Fördermöglichkeiten und den Antragsverfahren suchen, können Sie sich direkt an die nationale Kontaktstelle für das EaSI-Programm im Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dort wird man Ihnen sicher gerne weiterhelfen!
Weitere Informationen können Sie auch in dem Artikel des Ministeriums nachlesen: hier.
