Heute ist der 5.05.2026, und im Ostalbkreis gibt es traurige Nachrichten. Immer wieder werden ältere Menschen Opfer von dreisten Betrügern, die mit perfiden Methoden versuchen, an Geld zu kommen. In den letzten Tagen hat die Polizei in der Region besonders eindringlich vor diesen sogenannten Schockanrufen gewarnt. Die Masche ist immer ähnlich: Die Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten oder Angehörige aus und erzählen von Notfällen, die die Betroffenen dazu bringen sollen, Geld zu übergeben. Diese Betrugsmasche hat am 04.05.2026 gleich zwei Seniorinnen in Schwäbisch Gmünd und Ellwangen in ihren Bann gezogen.
In Schwäbisch Gmünd wurde eine 71-jährige Frau Opfer einer Betrügerin, die fließend Russisch sprach. Sie stellte sich als Kriminalpolizistin vor und behauptete, die Tochter der Angerufenen sei in einen schweren Unfall verwickelt und müsse jetzt ins Gefängnis. Unter dem Druck dieser Geschichte übergab die Frau gegen 14 Uhr einen mittleren fünfstelligen Betrag an einen männlichen Abholer. Dieser war etwa 30 bis 40 Jahre alt, 190 cm groß, schlank, trug ein schwarzes T-Shirt und schwarze Shorts. Auch er sprach fließend Russisch. Die Polizei hat nun Zeugen im Bereich der Oderstraße um Hinweise gebeten, und zwar unter den Telefonnummern (07171) 3580 oder (07361) 5800.
Weitere Vorfälle in Ellwangen
In Ellwangen wurde zur gleichen Zeit eine 74-jährige Frau ebenfalls am Telefon von Betrügern kontaktiert. Auch hier gab es eine ähnliche Geschichte, die mit einem angeblichen Notfall aufwartete. Die Anruferin sprach ebenfalls fließend Russisch und konnte die Seniorin überzeugen, ihr Geld zu übergeben. Diese Übergabe fand gegen 14:15 Uhr in zwei Tranchen statt. Der Abholer war, wie in Schwäbisch Gmünd, schlank und komplett schwarz gekleidet. Auch hier bittet die Polizei um Hinweise, speziell im Bereich Kellerhaus, unter der Nummer (07961) 9300 oder (07361) 5800.
Die Polizei mahnt eindringlich, besonders misstrauisch zu sein, wenn unerwartete Anrufe eintreffen, vor allem wenn es um angebliche Notfälle innerhalb der Familie geht. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte im Zweifel einfach auflegen und seine Angehörigen direkt kontaktieren. Auskünfte über Vermögenswerte sollten niemals gegeben werden, und Geld an unbekannte Personen zu übergeben, kann fatale Folgen haben. Es ist wichtig, wachsam zu sein und die eigenen Liebsten zu warnen.
Die Betrugsmaschen sind nicht neu, aber sie scheinen immer raffinierter und gezielter zu werden. Ältere Menschen sind oft besonders verletzlich, da sie möglicherweise nicht mit den neuesten Technologien vertraut sind und leicht in Panik geraten, wenn es um ihre Familie geht. In einer Zeit, in der wir alle miteinander verbunden sind, sollte es unser Ziel sein, uns gegenseitig zu schützen und aufzuklären. Vielleicht ist es an der Zeit, die Nachbarschaft oder den Freundeskreis zu mobilisieren, um mehr Bewusstsein für solche Betrugsversuche zu schaffen. Denn letztendlich kann jeder von uns einmal in die Situation kommen, in der wir Hilfe benötigen – sei es durch aufmerksame Nachbarn oder durch das Teilen von Informationen über solche gefährlichen Anrufe.