In der Nacht von Sonntag, dem 19. April 2026, auf Montag, den 20. April 2026, wurden in der Pforzheimer Innenstadt mehrere Diebstähle aus geparkten Fahrzeugen gemeldet. Unbekannte Täter öffneten mindestens vier Pkw und durchwühlten diese nach Wertsachen. Die Taten ereigneten sich in der Gustav-Rau-Straße, Morsestraße, Schwarzwaldstraße und Jörg-Rathgeb-Straße. Entwendet wurden Bargeld, ein iPhone, Bekleidung, persönliche Gegenstände und ein E-Scooter. Der Gesamtschaden wird auf einen niedrigen vierstelligen Betrag geschätzt. Die Ermittlungen sind derzeit noch im Gange, und die Polizei bittet Zeugen um Hinweise unter der Telefonnummer 07231/4238000 beim Polizeirevier Pforzheim-Süd (Quelle).
Die betroffenen Straßen sind in der Innenstadt Pforzheims angesiedelt, einem Gebiet, das in der Regel als sicher gilt. Dennoch machen solche Vorfälle deutlich, dass auch in vermeintlich ruhigen Städten wie Pforzheim die Kriminalität in Form von Autoeinbrüchen präsent ist. Die Polizei hat bereits erste Ermittlungen eingeleitet und sucht aktiv nach den Tätern.
Aktuelle Sicherheitslage in Pforzheim
Die Vorfälle kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 veröffentlicht wurde. Pforzheim bleibt einer der sichersten Bereiche in Baden-Württemberg. Mit einer Häufigkeitszahl von 7.371 Delikten pro 100.000 Einwohner ist Pforzheim die zweitsicherste kreisfreie Großstadt im Bundesland, nur hinter Heilbronn mit 7.100 Delikten. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Häufigkeitszahl bei 7.904 lag, hat sich die Sicherheitslage in der Stadt sogar verbessert.
Oberbürgermeister Peter Boch und der Sicherheitsdezernent Dirk Büscher dankten dem Polizeipräsidium für die gute Arbeit im Bereich der Sicherheit. Zudem wurde in Pforzheim seit dem 1. November 2024 ein Kommunaler Ordnungsdienst eingerichtet, der bei Regelverstößen hart durchgreift und positive Resonanz aus der Bevölkerung erhält. Der Erhalt der Sicherheit sei ein wichtiges Anliegen, und es werden Maßnahmen wie Anti-Graffiti-Meldestellen sowie mobile Antiterrorsperren implementiert.
Wie Büscher betont, ist es wichtig, Präventions- und Vorbeugungsangebote gegen Kriminalität zu stärken, um die Kluft zwischen objektiver und subjektiver Sicherheit zu schließen. Videoüberwachung ist derzeit nur an Kriminalitätsbrennpunkten erlaubt, doch der Wunsch nach größeren rechtlichen Spielräumen ist deutlich spürbar.
Die aktuellen Diebstähle könnten einen Anstoß geben, die Sicherheitsmaßnahmen weiter zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, um die Bürgerinnen und Bürger von Pforzheim zu schützen.