In Ravensburg tut sich gerade einiges, das lässt sich nicht leugnen. Um dem akuten Wohnungsmangel entgegenzutreten, hat die Stadt einen neuen Prämienkatalog ins Leben gerufen. Anstatt neue Häuser zu bauen, wird hier auf kreative Weise versucht, den bestehenden Wohnraum besser zu nutzen. Das Ziel ist klar: finanzielle Anreize schaffen, um leerstehende Gebäude wieder auf den Wohnungsmarkt zu bringen. Das hat der Technische Ausschuss des Gemeinderats bereits durchgewunken, und nun kann es losgehen!

Die drei Möglichkeiten, wie Eigentümer von dieser Initiative profitieren können, sind vielfältig. Zunächst gibt es die Erstberatung – für 400 Euro können Hausbesitzer prüfen lassen, ob ihr Einfamilien- oder Doppelhaus in mehrere Wohnungen aufgeteilt werden kann. Das ist besonders interessant für diejenigen, die ihr Haus vielleicht nicht mehr benötigen oder etwas verändern möchten. Dann gibt es die Wiedervermietungsprämie: Eigentümer von Wohnungen, die länger als ein halbes Jahr leerstehen, erhalten bis zu 2.000 Euro, wenn sie diese neu vermieten. Und schließlich die Umzugshilfe – mit bis zu 7.500 Euro werden Mieter belohnt, die durch einen Umzug mindestens 15 Quadratmeter Wohnfläche einsparen. Das geht sogar für Umzüge in betreute Wohnformen oder Pflegeheime! Na, wenn das mal nicht ein Anreiz ist! Alles in allem ist das Programm Teil eines 12-Punkte-Plans zur Aktivierung von Wohnraum, der 2023 als Test durchgeführt wird und über die Wohnraumoffensive Baden-Württemberg finanziert wird. Ein cleverer Schachzug, wenn man bedenkt, dass die Zahl der Bauanträge zwischen 2021 und 2022 um mehr als 40 Prozent gesunken ist.

Ein Blick in die Zukunft

Interessanterweise gilt dieser Prämienkatalog vorerst nur für das Jahr 2026. Die Stadt Ravensburg hat den Katalog bereits offiziell genehmigt und wird im Herbst 2026 einen Bericht über die Akzeptanz des Programms vorlegen. Daraufhin entscheidet der Gemeinderat über die mögliche Fortführung. Es bleibt also spannend zu sehen, wie die Bürger und Bürgerinnen auf diese Initiative reagieren werden! Der 12-Punkte-Plan ist eine Antwort auf die angespannte Lage am Wohnungsmarkt, und das ist mehr als nötig. Die Maßnahmen reichen von der Digitalisierung des Baugenehmigungsverfahrens bis hin zu angepassten Gebühren und einer Förderung der Innenentwicklung. Das klingt nach einem durchdachten Ansatz, um der Wohnungsnot Herr zu werden.

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch das Kompetenzzentrum Wohnen BW, das die bessere Nutzung von Wohnraum in Städten und Gemeinden fördert. Die Prämien wie die Wiedervermietungsprämie, die Beratungsprämie und der Wohnflächenbonus sind speziell dafür konzipiert, um leerstehende Wohnungen wieder in Gebrauch zu bringen. So erhalten Kommunen beispielsweise zwei Netto-Monatskaltmieten für jede reaktivierte Wohnung. Das ist doch eine tolle Perspektive für alle Beteiligten!

Wie gesagt, die Situation in Ravensburg zeigt, dass ein Umdenken nötig ist. Die Baukosten und -zinsen steigen, was Neubauten erschwert. Da ist es nur logisch, dass die Stadt auf bestehende Ressourcen zurückgreift. Die aktuelle Diskussion rund um den Prämienkatalog ist ein Schritt in die richtige Richtung, um ungenutzten Wohnraum wieder zur Verfügung zu stellen. Dabei sind die Möglichkeiten, die die Stadt ihren Bürgern bietet, durchaus vielversprechend. Wer weiß, vielleicht wird Ravensburg bald als Vorbild für andere Städte in der Region angesehen!

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