Falsche Schlüsse zur Ausländerkriminalität: Die Realität hinter den Zahlen
Heute ist der 3.07.2026 und es gibt wieder einmal spannende Entwicklungen aus unserem Nachbarland Deutschland, genauer gesagt aus dem Rems-Murr-Kreis. In den letzten Wochen gab es zahlreiche Diskussionen über die Kriminalitätsstatistiken, insbesondere die Zahlen zu Straftaten, die von Ausländern begangen werden. Die Polizei hat in ihrer Statistik nur die Straftaten erfasst, von denen sie auch tatsächlich Kenntnis hat. Das führt zu einem verzerrten Bild, das Unsicherheit und Unordnung in der Bevölkerung auslösen kann. Dies wird besonders deutlich in einer Analyse, die sich mit den Zahlen zur Ausländerkriminalität beschäftigt und zeigt, dass die Daten oft ein falsches Bild über die Realität vermitteln. Der Anteil von Personen aus dem Ausland an sämtlichen Straftaten wird hierbei thematisiert. Weitere Details sind in einem Artikel auf zvw.de nachzulesen.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) hat im Jahr 2025 insgesamt 2.054.855 Tatverdächtige registriert. Ein alarmierender Teil davon, nämlich rund 40 Prozent oder 823.609 Personen, hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit. Ohne die Berücksichtigung ausländerrechtlicher Verstöße gab es 1.908.383 Tatverdächtige, wobei 677.951 davon nichtdeutsch waren, was 35,5 Prozent entspricht. Das ist schon eine Hausnummer! Die Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) ist dabei besonders aufschlussreich: Für Deutsche lag sie bei 1.813, während sie für Ausländer bei 4.788 lag – das ist mehr als das Doppelte! Aber warum ist das so? Nun, es gibt viele Faktoren, die zur überproportionalen Kriminalität von Ausländern beitragen. Dazu zählen eine höhere Anzeigebereitschaft gegenüber Ausländern, eine intensivere Kontrolle durch die Polizei und auch demografische sowie sozioökonomische Bedingungen, die das Risiko für Straftaten erhöhen.
Ein Blick auf die Zahlen
Ein weiterer interessanter Punkt: Die PKS differenziert zwischen Zahlen mit und ohne ausländerrechtliche Verstöße, um einen fairen Vergleich zu ermöglichen. Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen ohne diese Verstöße beträgt 35,5 Prozent, während der Anteil ausländischer Staatsbürger an der Wohnbevölkerung in Deutschland nur etwa 15 Prozent beträgt. Dies wirft Fragen auf und kann leicht zu Missverständnissen führen, wenn man die Statistiken nicht im Kontext betrachtet. Außerdem ist ein Teil der ausländischen Tatverdächtigen nicht einmal in Deutschland wohnhaft – seien es Touristen oder Personen, die gezielt einreisen, um Straftaten zu begehen. Im Jahr 2023 hatten 19,5 Prozent der ermittelten ausländischen Tatverdächtigen ihren Wohnsitz im Ausland, während bei 7,5 Prozent der Wohnsitz unbekannt war.
Die PKS ist bekannt dafür, eine „Hellfeld“-Statistik zu sein, was bedeutet, dass nur die polizeilich bekannten Straftaten erfasst werden und nicht alle begangenen Taten. Dies ist wichtig zu beachten, weil es die Wahrnehmung der Kriminalität beeinflusst. Die Berichte zur Kriminalitätslage können leicht Unsicherheit schüren, vor allem wenn die Zahlen nicht im richtigen Licht betrachtet werden. Man könnte fast sagen, dass die Zahlen wie ein zweischneidiges Schwert wirken – sie können sowohl zur Aufklärung als auch zur Verunsicherung der Bevölkerung beitragen.
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