Jugendliche und ungelöste Verbrechen im Rems-Murr-Kreis: Eine besorgniserregende Realität
Heute ist der 9. Juni 2026, und im Rems-Murr-Kreis sorgt ein schockierender Vorfall für Aufregung. Am 3. Juni wurde ein 15-Jähriger festgenommen, während ein 14-Jähriger, ein Iraker, bereits in Haft sitzt. Beide stehen im Verdacht, einen Mord an einem weiteren Jugendlichen geplant zu haben. Die Ermittlungen werden vom Cybercrime-Zentrum in Karlsruhe geleitet, und die ganze Sache hat Verbindungen zu einem Online-Netzwerk, das sich „Maniac Murder Cult“ nennt. Man fragt sich, wie weit solche Gruppierungen gehen können und welche Gefahren aus dem Internet entstehen. Es ist erschreckend, dass Jugendliche in solche Machenschaften verwickelt sind – das wirft Fragen auf über die Werte und die Erziehung in unserer Gesellschaft.
Was in der Region nicht weniger bedenklich ist, sind die ungelösten Mord- und Vermisstenfälle, die seit Jahrzehnten im Rems-Murr-Kreis bestehen. Manche Akten reichen bis in das Jahr 1962 zurück. Diese „Cold Cases“ sind wie Schatten, die über der Region liegen und für die es seit Jahren keine neuen Ermittlungsansätze gibt. Ein besonders tragischer Fall ist der einer jungen Frau aus Backnang, die seit 1962 vermisst wird. Ihr Verschwinden bleibt ein Rätsel. Und dann gibt es da noch eine weitere Frau aus den 70er-Jahren, deren Leiche zwar gefunden wurde, deren Tod aber bis heute nicht geklärt ist.
Die Schatten der Vergangenheit
Ein Mordfall aus 1979 in Rohrbronn hat ebenfalls einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dort wurde eine junge Frau tot an einem Apfelbaum gefunden. Sie hatte zuvor Anzeige gegen ihren Zuhälter erstattet – das lässt einen schaudern. Der mutmaßliche Täter wurde nie ermittelt, was die Trauer und die Wut der Hinterbliebenen nur verstärkt. Und auch der Mord an einem 40-jährigen Mann in Fellbach-Schmiden im Jahr 1996, der mit 27 Messerstichen getötet wurde, bleibt ungelöst. Verbindungen zum Drogenmilieu scheinen hier eine Rolle zu spielen, aber die Ermittler stehen vor einer Mauer des Schweigens.
Die Waiblinger Kripo hat vor einigen Jahren begonnen, diese alten Fälle systematisch zu sichten und zu digitalisieren, um vielleicht doch noch neue Erkenntnisse zu gewinnen. Das Landeskriminalamt hat den Anstoß für diese einheitliche Bearbeitung gegeben. Man kann nur hoffen, dass moderne DNA-Analysen in manchen dieser „Cold Cases“ zu neuen Ermittlungserfolgen führen – wie im Mordfall Weiher von 2000, der durch solche Techniken wieder aufgerollt werden konnte.
Aktuelle Vermisstenfälle
Doch während die Vergangenheit voller ungelöster Fälle ist, gibt es auch aktuelle Sorgen. Eine Frau aus Schwaikheim wird seit dem 30. Mai 2025 vermisst. Sie leidet an Demenz, was die Suche nach ihr umso dringlicher macht. Es sind diese Geschichten, die uns zeigen, wie verletzlich Menschen sein können und wie wichtig es ist, in unserer Gemeinschaft wachsam zu sein.
Der Vorfall mit den Jugendlichen und die lange Liste von ungelösten Verbrechen im Rems-Murr-Kreis – das sind nicht nur Schlagzeilen. Es sind Geschichten von Menschen, von Verlusten und von ungewissem Schicksal. Die Ermittlungen zeigen, dass wir immer noch in einer Welt leben, in der das Böse manchmal direkt vor der Tür lauert und in der wir uns fragen müssen, wie wir unsere Kinder schützen können.
