Am Samstagmittag, dem 16. Mai 2026, war in Tübingen einiges los! Oberbürgermeister Boris Palmer, der parteilos und doch so präsent ist, hatte eine Wette am Laufen: Er wollte den Weltrekord für ein „Lebendiges Windrad“ brechen. Und das gelang ihm tatsächlich! Über 1.200 Menschen bildeten auf dem Tübinger Festplatz ein riesiges Windrad. Ein bemerkenswerter Anblick, der nicht nur für die Augen, sondern auch für das Klima etwas bewirken sollte.
Der vorherige Rekord lag bei 600 Teilnehmern aus Herrenberg (Kreis Böblingen), also war das hier wirklich ein gewaltiger Sprung! Die Aktion zielte darauf ab, das Bewusstsein für nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität zu schärfen und die regionale, klimafreundliche Energieversorgung zu fördern. Das Wetter war zwar durchwachsen, aber das hielt die Menschen nicht davon ab, sich zu versammeln und synchron zu bewegen. Eine kleine Herausforderung, schließlich mussten sie im Takt entlang gespannter Seile agieren, während Palmer in der Mitte das Ganze koordinierte. Für die Teilnehmer gab’s sogar kostenlosen Eintritt ins Tübinger Freibad – eine nette Geste!
Ein Meer aus Radfahrern
Die Anreise war ebenfalls ein Abenteuer: Rund 1.000 Radfahrer nahmen an einer Sternfahrt nach Tübingen teil. Das führte zwar zu kleineren Verkehrsbehinderungen, aber das hat niemanden ernsthaft gestört. Die B28 von Reutlingen nach Tübingen war zeitweise gesperrt, aber die Freude über das, was da gerade geschah, überlagerte die Unannehmlichkeiten. Palmer hatte sogar gewettet, dass mindestens 500 Teilnehmer kommen würden, und das hat er ja nun mehr als deutlich übertroffen!
Die Teilnehmer erhielten spezielle Karten, die ihnen Plätze im Windrad zuwiesen. Die Vorfreude war spürbar, auch wenn sich der offizielle Beginn wegen langer Schlangen bei der Kartenausgabe etwas verzögerte. Aber hey, wer kann schon in einem solchen Moment ungeduldig sein? Die Verbindung von nachhaltiger Energieversorgung und Mobilität stand im Mittelpunkt des Geschehens – ein wichtiges Thema, gerade in Zeiten, wo der Verkehr in Deutschland rund ein Fünftel der energiebedingten Treibhausgasemissionen ausmacht. Das sollte uns zu denken geben.
Die Bedeutung der Aktion
Boris Palmer unterstrich während der Veranstaltung den Wert erneuerbarer Energien und verwies auf die Kritik, die in sozialen Medien laut wurde. Es ist kein Geheimnis, dass der Verkehrssektor dringend eine Wende braucht. Die Emissionen stiegen zuletzt wieder an und das Ziel, bis 2030 die Emissionen auf nur 85 Millionen Tonnen CO2 zu reduzieren, erfordert viel mehr als nur schöne Aktionen – es braucht tiefgreifende Veränderungen.
Die Verkehrspolitik in Deutschland begünstigt weiterhin den motorisierten Individualverkehr, und das zeigt sich auch in den Zuschüssen für den öffentlichen Nahverkehr. Ein Bündnis plant bereits einen weiteren Rekordversuch in Hamm für den 30. Mai. Der Masterplan Schiene soll die Fahrgastzahlen bis 2030 verdoppeln, aber das ist alles nur ein Teil eines viel größeren Puzzles. Es wird klar, dass die Mobilitätswende eine Kombination aus Verkehrsvermeidung, -verlagerung und Effizienzsteigerung erfordert und wir uns alle daran beteiligen müssen.
Die Führung durch den Windpark Sonnenbühl für 50 ausgeloste Teilnehmer, die Palmer im Falle einer verlorenen Wette angeboten hat, könnte ein weiterer Schritt in die richtige Richtung sein. Es bleibt spannend, was die nächsten Monate bringen werden. Aber eines steht fest: Tübingen hat am Samstag ein starkes Zeichen gesetzt, das weit über die Stadtgrenzen hinaus wirkt. So viel Engagement für die Umwelt – das ist einfach nur großartig!
