Der Sommer ist da, und mit ihm die Grillabende, die in vielen Gärten und auf Balkonen die Luft erfüllen. Hohe Temperaturen bringen jedoch auch Herausforderungen mit sich, insbesondere wenn es um die Sicherheit beim Grillen geht. Das Veterinäramt und der Verbraucherschutz des Rhein-Neckar-Kreises haben daher einige wertvolle Tipps zusammengestellt, wie man Lebensmittel auch bei Hitze sicher genießen kann. Dr. Stefan Kaiser, Leiter des Referats Verbraucherschutz, warnt vor der schnellen Vermehrung von Keimen bei hohen Außentemperaturen und gibt zu bedenken, dass wir beim Grillen nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Gäste verantwortlich sind.

Ein wichtiges Thema ist die Kühlkette. Diese sollte bei leicht verderblichen Lebensmitteln – wie Fleisch, Fisch, Salaten oder Sahnespeisen – auf keinen Fall unterbrochen werden. Lebensmittel sollten schnell nach Hause oder zum Veranstaltungsort transportiert und dabei kühl gehalten werden. Kühlboxen sind hierfür ein Muss, besonders wenn man zu einem Grillfest aufbricht. Und auch die Reste sollten nicht lange draußen stehen gelassen werden; schnell wieder in den Kühlschrank damit! Das klingt einfach, ist aber entscheidend, um Verderb zu vermeiden.

Kreuzkontamination vermeiden

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kreuzkontamination. Hierbei können Keime von rohem Fleisch oder Fisch auf verzehrfertige Lebensmittel übertragen werden. Es ist ratsam, unterschiedliche Teller, Bestecke und Schneidebretter zu verwenden und nach dem Umgang mit rohem Fleisch die Hände gründlich zu waschen. Bei Vereins- und Straßenfesten gibt es zudem spezielle Anforderungen: Kühlpflichtige Lebensmittel müssen durchgehend ausreichend gekühlt werden, und die Verarbeitung sollte an getrennten Arbeitsplätzen erfolgen.

Für heiße Tage hat die Lebensmittelüberwachung fünf Tipps parat: Kühlpflichtige Lebensmittel erst kurz vor dem Verzehr aus der Kühlung nehmen, Kühlboxen und Kühlakkus für den Transport nutzen und rohes Fleisch sowie fertige Speisen getrennt aufbewahren. Außerdem sollten unterschiedliche Utensilien für rohe und fertige Lebensmittel verwendet werden. Und nicht vergessen: Speisereste schnell wieder kühlen!

Gesundheitsrisiken beim Grillen

Doch nicht nur beim Umgang mit Lebensmitteln gibt es viel zu beachten. Auch beim Grillen selbst sollten wir wachsam sein. Tatsächlich können beim Erhitzen von Lebensmitteln unerwünschte Substanzen entstehen, die potenziell gesundheitsschädlich sind. Diese sogenannten „erhitzungsbedingten Kontaminanten“ umfassen unter anderem Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Heterozyklische aromatische Amine (HAA). PAK entstehen zum Beispiel durch unvollständige Verbrennung von organischen Brennstoffen, während HAA vermehrt bei starkem Erhitzen von proteinreichen Lebensmitteln gebildet werden.

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Besonders beim Grillen von gepökelten Fleisch- und Wurstwaren sollte man also vorsichtig sein, da Nitrosamine entstehen können. Und auch bei kohlenhydratreichen Lebensmitteln ist Vorsicht geboten; hier kann Acrylamid entstehen – ein Stoff, der bei hohen Temperaturen gebildet wird und dessen Aufnahme man möglichst begrenzen sollte. Es ist also kein Geheimnis, dass Grillen nicht nur Spaß macht, sondern auch einige Risiken birgt, die wir nicht außer Acht lassen sollten.

Wenn wir also die Grillsaison in vollen Zügen genießen wollen, ist ein gewisses Maß an Vorsicht und Vorbereitung gefragt. Denn nur so können wir sicherstellen, dass unsere Grillabende nicht nur köstlich, sondern auch unbeschwert bleiben. Also, Feuer an und viel Spaß beim Grillen – aber denkt an die Hygiene!

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