Am Samstag fand in Rottweil ein lebhaftes Brückenfest zur Eröffnung der neuen Fußgänger-Hängebrücke „Neckarline“ statt. Bei strahlendem Sonnenschein strömten immer mehr Besucher auf das Berner Feld, den Bockshof und in die Innenstadt. Die Veranstaltung erfreute sich großer Beliebtheit, und es wurde schnell klar, dass die „Neckarline“ ein echtes Highlight für die Stadt und ihre Gäste darstellt.
Der Vormittag begann mit einem regen Betrieb, doch am Nachmittag kam es zu einem verstärkten Besucherandrang. An den Zugängen zur Brücke bildeten sich zeitweise lange Schlangen, was die Vorfreude auf das Erlebnis nur noch steigerte. Die Dudelsackgruppe Highland Sack aus Riedlingen sorgte währenddessen für musikalische Unterhaltung und zog viele Besucher an, die die Gelegenheit nutzten, die Brücke zu begehen und Erinnerungsfotos zu machen. Am Festzelt fand ein ökumenischer Gottesdienst statt, der gut besucht war, und Stadtpfarrer Timo Weber segnete die Brücke gegen 14.30 Uhr.
Technische Pannen und kreative Attraktionen
Leider musste der Shuttleverkehr „Neckarliner“ aufgrund eines Getriebeschadens ausfallen, was bei einigen Besuchern für Verwirrung sorgte. Doch die Organisatoren reagierten schnell und ersetzten das Fahrzeug durch einen größeren Bus, sodass die Gäste weiterhin die Innenstadt erreichen konnten. Einige Besucher berichteten sogar von „Seekrankheit“ aufgrund der Schwankungen der Hängebrücke, was der allgemeinen Feststimmung jedoch keinen Abbruch tat.
Auf dem Bockshof fand ein Mittelaltermarkt statt, der mit verschiedenen Attraktionen und kulinarischen Angeboten aufwartete. Ein weiteres Highlight war die Enthüllung einer Nepomuk-Skulptur, die aus einer vier Meter hohen Eiche geschnitzt wurde. Historiker Winfried Hecht hatte den Wunsch geäußert, einen Nepomuk aus dem gefällten Baum zu schaffen, und der Künstler Michael Tomaszus war bei der Enthüllung anwesend. Musikalisch begleitet wurden die Gäste von Jagdhornbläsern aus Schömberg. Für die jüngeren Besucher gab es in der Predigerkirche die Möglichkeit, Brücken aus Holzstäben nachzubauen.
Feststimmung und Ausblick
Die Begeisterung der Anwesenden war unübersehbar, und viele Besucher kombinierten ihren Aufenthalt an der „Neckarline“ mit einem Stadtbummel durch Rottweils Innenstadt, die ebenfalls stark frequentiert war. Der Wochenmarkt und weitere Attraktionen trugen zur angenehmen Feststimmung bei. Mit einem verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt am folgenden Tag wurde die Veranstaltung weitergeführt, sodass die Besucher auch am Sonntag zahlreiche Aktivitäten erwarten konnten.
Brücken sind nicht nur funktionale Bauwerke, sondern sie prägen auch das Lebensgefühl der Städte und deren Architektur. In Städten wie Venedig oder Hamburg sind sie ein fester Bestandteil des Stadtbildes und schaffen romantische Anblicke. Die „Neckarline“ reiht sich in diese Tradition ein und wird sicherlich auch in Zukunft viele Besucher anlocken, die die Verbindung von Wasser und Baukunst genießen möchten. Weitere Informationen zur Brücke und den Festlichkeiten finden Sie in dem ausführlichen Artikel auf NRWZ und Schwarzwälder Bote.