In der malerischen Stadt Rottweil geht es aktuell hoch her! Sieben Grundschulteams aus der Umgebung treten beim aufregenden Robotikwettbewerb in den sogenannten Experimentierwelten an – und das sorgt für eine Menge Aufregung und Spaß! Die Gastgeber dieser spannenden Veranstaltung sind die Campus Schule-Wirtschaft, eine gemeinnützige Genossenschaft, die sich seit 2009 für die Förderung von Jugendlichen einsetzt. Gegründet von Christine Schellhorn und elf weiteren engagierten Personen, hat diese Organisation das Ziel, den Übergang von Schule in die Arbeitswelt zu erleichtern.
Bereits 2010 wurde ein Netzwerk aus Schulleitern, Lehrkräften und Unternehmensführern ins Leben gerufen, und das erste Projekt, ein Leitfaden zur Verbesserung der Berufsorientierung, folgte bald darauf. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Genossenschaft, die seit 2012 Teil der Landesarbeitsgemeinschaft Schule-Wirtschaft Baden-Württemberg ist, immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Finanzierung erfolgt über Patenschaften, was zeigt, dass die lokale Gemeinschaft hinter dieser Initiative steht.
Die Experimentierwelten – Ein Ort für Entdecker
Die Experimentierwelten, die im August 2020 eröffnet wurden, haben sich als wahres Highlight in Rottweil etabliert. In einem alten Fabrikgebäude im Neckartal können junge Menschen naturwissenschaftliche Phänomene entdecken und ausprobieren. Mit 41 interaktiven Exponaten fördert die Ausstellung spielerisches Lernen für Schüler, Lehrkräfte und Familien. Es ist bemerkenswert, dass die Experimentierwelten an jedem Wochenende für alle Besucher geöffnet sind, während Schulklassen und Auszubildende während der Woche die Möglichkeit haben, einen Besuch zu buchen. Außerdem steht ein Vortragsraum zur Verfügung, wo zukünftige Themen diskutiert werden können.
Die Beliebtheit der Experimentierwelten ist auch in Zeiten von Corona nicht gestiegen – nach wenigen Monaten zogen sie bereits hunderte von Besuchern an. Und das ist nicht alles! 2021 wurde die Hausfassade von talentierten Street-Art-Künstlern gestaltet, was dem Gebäude einen frischen Look verleiht. Aktuell wird an der Eröffnung der „Arbeitswelten“ gearbeitet, die nach zwei Jahren Vorarbeit 2023 ihre Türen öffnen werden. Diese neuen Räume bieten sowohl reale als auch virtuelle Erlebnisse, die die regionalen Arbeitswelten abbilden.
Ein Blick in die Zukunft
Für die Zukunft hat Christine Schellhorn noch viel mehr in petto. 2028 soll ein neues Science Center in den ehemaligen ENRW-Gebäuden am Landesgartenschaugelände eröffnet werden. Diese großartige Initiative wird von der neu gegründeten Investorengemeinschaft „Zukunftswelten GmbH & Co. KG“ unterstützt, die mehrere Millionen Euro einwerben möchte. Das Science Center wird darauf abzielen, den Raum Schwarzwald-Neckar-Bodensee abzubilden und zu bespielen. Außerdem gibt es eine Partnerschaft mit der Hochschule Furtwangen, die den Schülern Zugang zu wertvollen Studienangeboten bieten möchte.
Es wird spannend sein zu sehen, wie sich das Projekt entwickelt, zumal Christine Schellhorn auch soziale und kulturelle Berufe einbeziehen möchte, auch wenn es in der Vergangenheit einige Absagen von Organisationen gab. Doch trotz dieser Herausforderungen wird die Initiative nicht aufgegeben. Und als ob das nicht genug wäre, ging der erste Preis beim Robotikwettbewerb an ein Team aus Villingendorf – ein weiteres Zeichen dafür, wie engagiert und talentiert die Schülerinnen und Schüler hier sind!
Diese Entwicklungen sind nicht nur für Rottweil wichtig, sondern auch für die ganze Region. Die Frage der beruflichen Orientierung und Ausbildungsverläufe junger Menschen ist entscheidend für den Ausbildungserfolg. Verschiedene Faktoren, wie die Wahl des Ausbildungsberufs und soziale Erwartungen, prägen diese Wege. Besonders, wenn der gewünschte Beruf nicht erreicht wird, sind berufliche (Re-)Orientierungen von großer Bedeutung. Diese Themen sind besonders relevant, und es wird interessant sein, wie sich diese Initiativen weiter auf die Ausbildungslandschaft auswirken.
Die Campus Schule-Wirtschaft und die Experimentierwelten sind nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort der Inspiration und des Austauschs. Die Herausforderung, junge Menschen in der heutigen Arbeitswelt zu unterstützen, bleibt bestehen, aber mit solchen Projekten kann man optimistisch in die Zukunft blicken.