Heute ist der 3.05.2026 und in der kleinen Stadt Rottweil gibt es spannende Neuigkeiten, die sowohl Geschichte als auch Zukunft miteinander verweben. In den letzten Wochen haben Archäologen im Stadtgraben von Rottweil einige bemerkenswerte Funde gemacht. Diese Entdeckungen sind nicht nur für die Stadt von Bedeutung, sondern ziehen auch die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern auf sich, während sich Rottweil auf die Landesgartenschau 2028 vorbereitet. Historische Artefakte, die zwischen dem 14. Jahrhundert und dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) datiert werden, geben einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit der Stadt.

Die Grabungen im Stadtgraben haben eine Vielzahl von Objekten ans Licht gebracht, darunter der Fuß eines grünen Stengelglases aus dem 14. oder 15. Jahrhundert und graue Keramik, die vermutlich alte Krüge waren. Auch glasierte rote Scherben, die als Kochgefäße dienten, und eine Ofenkachel aus dem 16. Jahrhundert mit einem Renaissance-Motiv sind darunter. Thomas Schlipf, ein ehemaliger Grabungstechniker und Leiter der Außenstelle Rottweil des Landesamtes für Denkmalpflege, hat in seiner aktiven Zeit viele dieser historischen Funde gemacht und freut sich jetzt im Ruhestand über die aktuellen Entdeckungen. Er ist überzeugt, dass noch weitere spannende Funde zu erwarten sind.

Die Geschichte Rottweils

Rottweil, die älteste Stadt Baden-Württembergs, hat eine lange und bewegte Geschichte. Bereits vor rund 6000 Jahren belegen Fundstücke aus der Jungsteinzeit die Siedlungstätigkeit in dieser Region. Ab 74 n. Chr. war Rottweil ein wichtiges militärisches Zentrum der Römer, und unter Kaiser Domitian erhielt die Stadt als einziger Ort im Land römisches Stadtrecht. Diese Stadt, bekannt als „römisches Rottweil“ (ARAE FLAVIAE), erlebte ihre Blütezeit im 2. Jahrhundert n. Chr. und wurde später ein Zentrum für Handel und Bildung.

Die Zeit war nicht immer friedlich. Besonders der Dreißigjährige Krieg hinterließ seine Spuren; Rottweil wurde dreimal belagert und die Bevölkerung dezimiert. Nach dem Krieg wurde die Stadt nicht wieder aufgebaut, was zu einem erschreckend leeren Stadtbild führte. Dennoch hat Rottweil, wie wir sehen, nie aufgehört zu wachsen und seine Vergangenheit zu bewahren. Die Stadt hat sich zu einem modernen Ort entwickelt, der seine historischen Wurzeln schätzt und pflegt.

Archäologische Rettungsgrabungen

Aktuell werden in Rottweil keine großen Forschungsgrabungen mehr durchgeführt, stattdessen finden meist Rettungsgrabungen im Rahmen von Bauarbeiten statt, häufig unter der Leitung externer Firmen. Diese Grabungen sind von enormer Bedeutung, um die Stadtgeschichte zu erforschen und zu bewahren. Die Funde im Stadtgraben sind daher nicht nur ein Zufall, sondern das Ergebnis sorgfältiger archäologischer Arbeit und des unermüdlichen Engagements von Fachleuten wie Thomas Schlipf.

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Die Entdeckungen im Stadtgraben könnten ein wichtiger Baustein für die zukünftige Entwicklung der Stadt sein, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Landesgartenschau. Rottweil zeigt, dass man die Vergangenheit nicht nur bewahren, sondern auch für die Zukunft nutzen kann. Während sich die Stadt auf das große Event vorbereitet, bleibt zu hoffen, dass noch viele weitere spannende Funde gemacht werden.