Der Himmelsstürmer im Landschaftspark Wetzgau, ein beliebter Aussichtsturm, wird derzeit umfassend saniert und soll im Oktober 2026 wieder eröffnet werden. Der aus Holz konstruierte Turm musste bereits im März 2024 wegen massiver Witterungsschäden für den Publikumsverkehr gesperrt werden. Die Sanierungsarbeiten beinhalten die Erneuerung von Holz, Technik und Sicherheitsvorkehrungen, um den hohen Ansprüchen der Besucher gerecht zu werden.
Ein bedeutender Teil der Sanierung ist die Installation neuer Fenstertechnik. Größere Öffnungen werden mit automatisch steuerbaren Lamellenfenstern ausgestattet, während kleinere Öffnungen Kippfenster erhalten. Zudem werden vier Fluchtfenster eingebaut. Die Verglasungsarbeiten wurden der ortsansässigen Firma Stahl vergeben, die als einziger Anbieter für den Auftrag mit einem Volumen von 200.000 Euro übrig blieb. Die neuen Lamellenfenster sind aus Sicherheitsglas und können einzeln ausgetauscht werden, was die Instandhaltung erleichtert.
Technische Details und Sicherheitsvorkehrungen
Der Prüfstatiker hat bestätigt, dass das Gebäude auch bei geschlossenen Fenstern großen Windlasten standhalten kann. Die Aussichtsplattform bleibt während der Sanierungsarbeiten offen, da tragende Holzteile durch austauschbares Opferholz geschützt werden. Um die Wasserversorgung während der Regenzeit zu gewährleisten, wird Regenwasser über eine Wanne unter der Plattform aufgefangen und ins Fallrohr abgeleitet.
Der Ortschaftsrat hat einstimmig der Vergabe der Arbeiten zugestimmt, und Bernd Arnold äußerte vorsichtigen Optimismus, dass der Eröffnungstermin im Oktober 2026 eingehalten werden kann. Dennoch gibt es noch Diskussionen über die Reinigung der neuen Fenster. Unklarheiten bestehen darüber, ob die Stadt oder der Himmelsstürmer-Verein für diese Aufgabe verantwortlich ist. Ortsvorsteherin Ute Schütte kündigte an, dass Gespräche zwischen Stadt und Verein zur Klärung der Verantwortlichkeiten stattfinden werden.
Ein Blick auf andere Aussichtstürme
Ein interessanter Vergleich bietet der Aussichtsturm „Himmelsglück“ in Schömberg, der mit einer Höhe von 55 Metern der höchste Holzturm Deutschlands ist. Dieser Turm kombiniert Holz-Hybridbauweise mit einem Stahlskelett und bietet drei Aussichtsplattformen in Höhen von 20 m, 35 m und 50 m. Für den Zugang stehen über 300 Stufen sowie ein Panoramaaufzug für barrierefreien Zugang zur Verfügung. Der Turm hat sich als neues Wahrzeichen und touristische Attraktion etabliert und bietet zusätzlich spannende Aktivitäten wie die „Blackforest Flyline“ und den „Blackforest Flying Fox“.
Die umfangreichen Maßnahmen am Himmelsstürmer und die fortschrittlichen Techniken, die bei der Sanierung zum Einsatz kommen, zeigen, wie wichtig es ist, historische Gebäude für die Zukunft zu rüsten, um sowohl Sicherheit als auch Attraktivität zu gewährleisten. Die Vorfreude auf die Wiedereröffnung des Himmelsstürmers wächst, und die Bürger schauen gespannt auf die Entwicklungen.
Für weiterführende Informationen über den Himmelsstürmer und die Sanierungsarbeiten kann der Artikel auf der Gmünder Tagespost nachgelesen werden.