In Tuttlingen geht es momentan um etwas, das viele Menschen direkt betrifft: die Pflege. Es ist ein Thema, das oft im Hintergrund bleibt, doch das Land Baden-Württemberg hat jetzt einen Schritt nach vorne gemacht. Am 21. Juli wurde das Programm „OrtsNahePflege BW“ vorgestellt, das innovative Ansätze in der Pflege fördern soll. Mit einem stattlichen Betrag von rund 14,3 Millionen Euro werden die ersten sechs Modellprojekte unterstützt, um pflegebedürftigen Menschen zu ermöglichen, möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden zu bleiben. Ein Ziel, das nicht nur wichtig, sondern absolut notwendig ist.

Die ausgewählten Standorte für die ersten Projekte sind Überlingen, der Landkreis Lörrach, Mannheim, Schorndorf, Tübingen und der Landkreis Tuttlingen. Leider bleibt der Landkreis Rottweil außen vor, was bedauerlich ist, denn die dortigen Pflegeeinrichtungen könnten von den Erkenntnissen und Konzepten aus Tuttlingen profitieren. Die AOK Baden-Württemberg koordiniert das Förderverfahren und ist federführend bei der Umsetzung dieser Vorhaben. Johannes Bauernfeind, der Vorstandsvorsitzende der AOK, hebt hervor, dass Pflege eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Das bedeutet, dass wir alle in irgendeiner Weise beteiligt sind.

Fokus auf kommunale Verantwortung

Ein zentraler Punkt des Programms ist die stärkere Rolle der Kommunen in der Pflege. Die Idee ist, dass die Gemeinden und Träger der Altenhilfe eigene, bedarfsgerechte Versorgungskonzepte entwickeln und testen. So wird nicht nur die Verantwortung verteilt, sondern es wird auch möglich, spezifische Lösungen für regionale Herausforderungen zu finden. Die wissenschaftliche Begleitung der Projekte, die bis 2029 laufen sollen, wird dafür sorgen, dass bewährte Ansätze identifiziert und weiterentwickelt werden können.

Staatssekretärin Petra Krebs betont die Notwendigkeit, neue Wege in der Pflege zu gehen. Das ist gerade in einer Zeit, in der die Gesellschaft älter wird und die Anzahl der Pflegebedürftigen steigt, von großer Bedeutung. Die erste Förderrunde ist nur der Anfang; im Laufe des Jahres werden weitere Modellvorhaben angekündigt. Es bleibt spannend zu sehen, welche Konzepte sich bewähren und wie diese in anderen Landkreisen, wie Rottweil, aufgegriffen werden könnten. Unklar bleibt jedoch, ob sich Kommunen oder Träger aus Rottweil um eine Förderung beworben haben. Vielleicht ist es an der Zeit, die Möglichkeiten besser zu nutzen.

Langfristige Perspektiven

Doch das ist noch nicht alles! Für das Jahr 2026 plant das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration weitere Zuwendungsmittel im Rahmen des Innovationsprogramms Pflege. Dabei liegt der Fokus auf der Unterstützung und Stärkung häuslicher Pflegearrangements. Insbesondere im ländlichen Raum sollen Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflegeangebote ausgebaut und weiterentwickelt werden. Es ist wichtig, dass Einrichtungen bedarfsgerechte Öffnungszeiten sowie digitale Angebote bieten und sich in die Nachbarschaft einbinden. Auch rehabilitative und aktivierende Elemente spielen eine Rolle, vor allem bei der Betreuung von Menschen mit Demenz.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Es ist klar, dass die Herausforderungen in der Pflege groß sind, aber mit einem kreativen und kooperativen Ansatz gibt es Hoffnung auf positive Veränderungen. Die kommenden Jahre könnten entscheidend sein, um die Pflege nicht nur zu reformieren, sondern auch menschlicher und zugänglicher zu gestalten. Der Blick nach Tuttlingen könnte also nicht nur für die Bewohner dort von Bedeutung sein, sondern auch für alle anderen Landkreise, die ähnliche Herausforderungen haben.

Wer mehr über die Details der Förderprojekte erfahren möchte, kann sich gerne auf der Webseite der NRWZ informieren. Dort gibt es weitere interessante Informationen und Updates zu den Entwicklungen im Bereich der Pflege in Baden-Württemberg!

Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?

Ein modernes Nachrichtenportal wie unseres, muss für alle Menschen zugänglich sein. Unser Website System wurde daher konsequent nach den Vorgaben der WCAG 2.1 und BITV 2.0 neu entwickelt – mit sauberer Struktur, ARIA-Attributen und ohne technische Hürden für assistive Technologien. Die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom / VeloCore.