Heute ist der 21.04.2026 und wir berichten aus Tuttlingen über einige erfreuliche Entwicklungen im Gesundheitssektor, insbesondere im Zusammenhang mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) und den Impfungen gegen Humane Papillomviren (HPV). Die Zahlen aus der Region zeigen eine positive Tendenz, die sowohl Eltern als auch Fachleute erfreuen dürfte.

In der Saison 2023/24 wurden im Landkreis Tuttlingen 18 RSV-Fälle bei unter Einjährigen gemeldet. Im darauffolgenden Jahr, 2024/25, sank diese Zahl auf lediglich 10 Fälle, was einem Rückgang von etwa 44% entspricht. Auch die Gesamtzahl der RSV-Fälle über alle Altersgruppen verringerte sich von 91 auf 62 Fälle. Diese Entwicklung könnte auf die zunehmende Akzeptanz und Umsetzung der von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlenen Prophylaxe zurückzuführen sein, die seit Juni 2024 für unter Einjährige zur Vorbeugung schwerer RSV-Erkrankungen empfohlen wird.

Impfquoten und Präventionsmaßnahmen

Die Prophylaxe-Quote im Landkreis Tuttlingen zwischen April und September 2024 lag bei 38% der Säuglinge. Dies ist ein ermutigendes Zeichen, denn die frühzeitige Immunisierung kann entscheidend zur Reduzierung der schweren Krankheitsverläufe beitragen. Darüber hinaus wird die HPV-Impfung für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen, wobei ein vollständiger Impfschutz zwei Dosen erfordert. Aktuelle Zahlen zeigen, dass im Jahr 2024 nur 26% der 15-jährigen Mädchen und 16% der 15-jährigen Jungen im Landkreis Tuttlingen vollständig geimpft sind. Dies steht in starkem Kontrast zum von der WHO angestrebten Zielwert von 90%.

Die Impfung gegen HPV ist besonders wichtig, da ein Rückgang der Neuerkrankungen an Gebärmutterhalskrebs bei Frauen im Alter von 20 bis 34 Jahren zwischen 2015 und 2023 von 7,8 auf 4,3 Fälle pro 100.000 Frauen verzeichnet werden konnte. Allerdings gibt es in älteren Altersgruppen, für die keine Impfempfehlung galt, keinen klaren Rückgang der Neuerkrankungen. Für diejenigen, die die HPV-Impfung bislang versäumt haben, besteht die Möglichkeit, diese bis zum 18. Geburtstag nachzuholen.

Beratung und Unterstützung

Impfungen können durch Kinderärzte, Hausärzte oder Frauenärzte verabreicht werden. Für interessierte Eltern und Jugendliche bietet das Gesundheitsamt Tuttlingen umfassende Beratungen zu den Impfungen an. Sie können sich unter der Telefonnummer 07461 /926 4200 oder per E-Mail direkt an die zuständigen Stellen wenden.

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Die Entwicklungen in Tuttlingen zeigen, dass präventive Maßnahmen und Impfungen einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten leisten können. Es bleibt zu hoffen, dass die Impfquoten weiter steigen und somit noch mehr Menschen vor schweren Erkrankungen geschützt werden können.

Weitere Informationen finden Sie auf www.rki.de.