In Ulm gibt es momentan viel zu berichten. Der SSV Ulm 1846 Fußball hat den Sprung in die höheren Ligen nicht geschafft und ist aus der Liga abgestiegen. Dies hat nicht nur die Fans des Vereins, sondern auch die Sportstadt Ulm in eine Art Stille versetzt. Der Traum vom Profifußball scheint erst einmal gescheitert zu sein. Das Donaustadion, das bei gutem Wetter einen atemberaubenden Blick bis zu den Alpen bietet, bleibt dennoch im Fokus der Stadt. Denn trotz des Abstiegs stehen große Umbaupläne ins Haus, die vom Ulmer Gemeinderat genehmigt wurden. Über 30 Millionen Euro sollen in die Modernisierung des Stadions fließen, wobei ein Großteil der Investitionen vom Verein über zehn Jahre zurückgezahlt werden muss. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich ebenfalls an den Kosten.

Der Umbau des Donaustadions wird vor allem als Chance gesehen, das Stadion für die Regionalliga fit zu machen. Die Infrastruktur, wie Rasenheizung und Flutlicht, die ursprünglich für die 2. Bundesliga angedacht war, wird nun für die niedrigere Liga genutzt. Bürgermeisterin Iris Mann äußerte, dass die Investition im Rückblick „anders“ wirken könnte, aber die Stadt an den Umbauplänen festhält. Der Start der Bauarbeiten steht noch in den Sternen. Wichtige Erkenntnisse vom Stadionplaner werden bis zur Sommerpause erwartet. Eine der ersten Maßnahmen könnte der Neubau des Eingangsgebäudes Nord sein, und die Kurven des Stadions sollen ein Dach bekommen. Das klingt alles sehr spannend!

Multifunktionale Nutzung im Fokus

Das Donaustadion wird nicht nur für den Fußball genutzt. Es bleibt auch für andere Sportler, Schulklassen und die Polizei zugänglich. Die Stadt Ulm hebt die Multifunktionsnutzung des Stadions hervor, wobei die Laufbahn erhalten bleibt. Dennoch wird der Absturz des SSV Ulm 1846 Fußball als Rückschlag für das Image der Sportstadt wahrgenommen. Jährlich zieht Ulm rund 12 Millionen Tagesgäste an, aber die Fans der gegnerischen Teams werden in der Regionalliga wohl weniger werden, was sich voraussichtlich auch auf die Zuschauerzahlen auswirken wird. In der letzten Regionalligasaison waren es durchschnittlich 4.000 Zuschauer. Bei sinkenden Zuschauerzahlen ist die Notwendigkeit einer Überdachung der Kurven fraglich.

Aktuell gibt es wenig Informationen von Seiten des SSV Ulm 1846 Fußball zur Situation und Zukunft des Vereins. Doch die Stadt und der Verein arbeiten an Zukunftsschritten, um das Donaustadion als Multifunktionsstadion zu nutzen und vielleicht sogar eine Zweitliga-Lizenz zu ermöglichen. Stadt Ulm und die SSV Ulm 1846 Fußball GmbH & Co. KGaA planen den Umbau und die Ertüchtigung des Stadions in enger Abstimmung. Am 19. März 2025 wird der Ulmer Gemeinderat über die nächsten Schritte entscheiden. Notwendige Instandhaltungsarbeiten, wie der Bau eines neuen Funktionsgebäudes und die Verbesserung der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur, werden von der Stadt finanziert.

Ein Blick in die Zukunft

Die Nordtribüne wird abgetragen und durch eine neue Tribüne mit Überdachung ersetzt, die ab der Saison 2026/27 in Betrieb gehen soll. Auch die Südtribüne wird neu gebaut, wobei der Zugang und die Ver- und Entsorgung verbessert werden. Gleichzeitig werden die Funktionsräume in der Haupttribüne saniert und umorganisiert. Die geschätzten Gesamtkosten für den Umbau liegen zwischen 25 und 30 Millionen Euro. Langfristig plant der SSV Ulm 1846 Fußball GmbH den Bau einer neuen Fußball-Arena. Hierfür wird ein Raum- und Nutzungskonzept sowie ein Finanzierungskonzept erarbeitet. Ein geeignetes Grundstück wird gemeinsam mit der Stadt ermittelt, und die Investitions- und Betriebskosten sollen vom Verein getragen werden.

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In Deutschland gibt es derzeit auch ein neues Programm des Bundes zur Unterstützung von Städten bei der Sanierung von Sportstätten. Mit einem Budget von 333 Millionen Euro sollen die Kommunen bei der Modernisierung ihrer Sporteinrichtungen unterstützt werden, um sie barrierefrei und zukunftsfähig zu gestalten. Auch Ulm könnte von diesen Fördermitteln profitieren, was die Stadionpläne zusätzlich ankurbeln könnte. Bis zum 15. Januar 2026 können Projektskizzen eingereicht werden. Vielleicht bringt das neue Programm frischen Wind und ermöglicht es, dass das Donaustadion nicht nur ein Ort für den Fußball, sondern ein lebendiger Raum für die gesamte Gemeinschaft wird.