Am Donnerstag, den 30. Juli 2026, wird der Muslenplatz in Villingen-Schwenningen zum Schauplatz eines besonderen Ereignisses: Die Sommer-Tanz-Demo „I Am Rising“ findet anlässlich des Welttags gegen Menschenhandel statt. Die Veranstaltung startet um 12 Uhr und ist Teil der weltweiten Bewegung „One Billion Rising“, die sich für die Rechte und den Schutz von Frauen und Mädchen einsetzt. Es ist nicht nur ein Tanz, sondern ein kraftvolles Zeichen gegen Gewalt – und hier kommt die große Zahl ins Spiel: Etwa eine Milliarde Frauen und Mädchen weltweit sind von Gewalt betroffen. Das ist eine erschreckende Realität, die wir nicht ignorieren können!

Die Forderungen dieser Bewegung sind klar: Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und ein entschiedener Stopp der Gewalt gegen Frauen. Mitorganisiert wird die Demo unter anderem vom Diakonischen Werk, dem inklusiven Nachhaltigkeits- und Begegnungszentrum B9 und dem Frauenforum der IG Metall in Villingen-Schwenningen. Es ist ermutigend zu sehen, wie viele sich zusammenfinden, um dieses wichtige Anliegen zu unterstützen. Dabei wird die Tanzdemonstration nicht nur eine einmalige Aktion bleiben. Sie ist auch der Auftakt zu einer Kunstaktion der Städtischen Galerie, die im November 2026 unter dem Titel „Gewalt im Netz“ die Stimmen von Frauen zu diesem Thema sammeln wird.

Die dunkle Realität der Gewalt

Die Situation in Villingen-Schwenningen ist alarmierend. Laut einem Polizeibericht hat die Zahl der Betroffenen von Gewalt in der Region zugenommen. Elke Armbruster, die Geschäftsführerin des diakonischen Werks, berichtet von einer besorgniserregenden Dunkelziffer, die weit über die gemeldeten Fälle hinausgeht. Besonders die „Loverboy-Methode“, bei der junge Frauen in die Abhängigkeit von Tätern geraten, ist ein zunehmend problematisches Phänomen. Diese Machenschaften machen es umso wichtiger, dass wir unsere Stimmen erheben und das Bewusstsein schärfen.

Um den Teilnehmerinnen die Möglichkeit zu geben, sich auf die Aktion vorzubereiten, wird es am Sonntag, den 26. Juli 2026, um 15.30 Uhr eine Tanzprobe in der Tanzschule Gramlich in der Vockenhauser Straße 4 geben. Auch wenn man nicht an der Probe teilnehmen kann, ist die Teilnahme an der Demo wichtig. Gemeinsam können wir ein Zeichen setzen! Der Song „Ni Una Menos“ wird die Tänzerinnen begleiten und die Botschaft der Veranstaltung transportieren.

Ein globales Problem

Die Bewegung „One Billion Rising“ wurde 2012 von Eve Ensler ins Leben gerufen. Sie wurde inspiriert von einer besonders schockierenden Aussage des US-Politikers Todd Akin und hat sich seither zu einer weltweiten Initiative entwickelt. Aktionen finden nicht nur in Deutschland, sondern in rund 200 Ländern statt. In Deutschland sind Initiativen in etwa 200 Städten aktiv, und für 2025 sind bereits Aktionen an mindestens 150 Orten geplant. Ein eindrucksvolles Engagement, das zeigt, dass das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen viele Menschen bewegt.

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Ein Blick auf die Zahlen: Eine von drei Frauen weltweit erlebt mindestens einmal körperliche oder sexualisierte Gewalt. Diese erschreckenden Statistiken machen deutlich, dass es an der Zeit ist, diese Probleme anzugehen. Im Jahr 2023 erlitten über 17.000 Frauen und Mädchen in Deutschland digitale Gewalt, was einen Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Digitale Gewalt ist ein zunehmend drängendes Problem, das nicht nur das Leben der Betroffenen beeinflusst, sondern auch die Pressefreiheit gefährdet. Journalistinnen sind oft Ziel von Hate Speech in sozialen Medien und Online-Kommentaren – was für eine absurde und traurige Situation!

Gesellschaftlicher Wandel ist nötig

Eine Eurobarometer-Umfrage hat ergeben, dass rund 21 % der Erwachsenen in der EU Frauen eine Mitschuld geben, wenn sie im Netz mit Hate Speech konfrontiert werden. Das zeigt, wie tief verwurzelt die Vorurteile in unserer Gesellschaft sind. Die Digitalisierung hat zudem bestehende Formen geschlechtsspezifischer Gewalt wie Stalking und Mobbing verstärkt. Frauenfeindliche Netzwerke und die Anonymität im Netz sorgen dafür, dass Täter sich sicher fühlen. Es ist höchste Zeit, dass wir diesen Kreislauf durchbrechen und eine Kultur schaffen, die Frauen schützt und ihnen die gleichen Chancen bietet wie Männern.

Die Aktion „I Am Rising“ am 30. Juli in Villingen-Schwenningen ist eine großartige Gelegenheit, um gemeinsam für Veränderung einzutreten. Lasst uns zeigen, dass wir zusammen für eine Welt stehen, in der Frauen und Mädchen in Sicherheit leben können. Denn nur gemeinsam können wir die Stimmen erheben – laut und unüberhörbar!

Für weitere Informationen rund um die bevorstehende Demo und die Bewegung „One Billion Rising“ können Sie die Quelle hier einsehen.

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