Heute ist der 1.07.2026 und es gibt Neuigkeiten aus dem Nachbarland Deutschland, die für Aufsehen gesorgt haben. Am Mittwoch, kurz nach 13 Uhr, erlebten die Menschen am Bodensee bei Friedrichshafen ein beeindruckendes Naturschauspiel – eine Wasserhose, die sich über dem Wasser bildete. Die Zuschauer am Ufer konnten dieses faszinierende Wetterphänomen deutlich beobachten, bis sich die Wasserhose schließlich wieder auflöste. Mit einer Windgeschwindigkeit von etwa 100 Kilometern pro Stunde hätte die Wasserhose durchaus für Aufregung sorgen können, doch glücklicherweise blieben Schiffe und die Wasserschutzpolizei ohne Notfälle.

Besonders der Katamaran „Constanze“, der zwischen Friedrichshafen und Konstanz verkehrt, war nicht betroffen und konnte das Spektakel aus sicherer Entfernung bewundern. Die Besatzung des Katamarans machte sogar einige Fotos von dem Tornado, der sich aus einer Gewitterzelle gebildet hatte. Die Bedingungen für die Entstehung einer Wasserhose sind nicht alltäglich: Starke Temperaturgegensätze und aufsteigende Luft sind notwendig, um solche kleinen Wirbelstürme zu erzeugen.

Ein kurzer Besuch aus der Luft

Die Wasserhose hielt sich am Mittwoch für etwa fünf bis zehn Minuten über dem Bodensee. Diese Phänomene sind im Spätsommer oder Herbst besonders selten, treten aber statistisch gesehen vor allem im September auf – meist zwei- bis dreimal pro Jahr. Ganz interessant ist, dass der Deutsche Wetterdienst (DWD) keine genauen Winddaten für den Ort hatte, aber aufgrund von Bildern eine Wasserhose vermutete. Windmessungen in Lindau zeigten zur gleichen Zeit heftige Windböen mit Windstärke 8 bis 9, was Sturmgeschwindigkeit entspricht.

Die Wasserhose ist nicht nur ein visuelles Spektakel, sondern auch eine ernstzunehmende Wettererscheinung. Große Schiffe sind zwar weniger gefährdet, aber kleine Boote und Schwimmer sollten sich in solchen Fällen besser fernhalten. Es gab keine Berichte über gefährdete Personen, was die Situation auf dem Bodensee relativ unproblematisch machte. Interessanterweise können Wasserhosen auch an Land gelangen, was aber am Mittwoch glücklicherweise nicht der Fall war.

Wetterphänomen mit Geschichte

Wasserhosen sind oft kurzlebig und verschwinden häufig nach wenigen Minuten, was sie umso faszinierender macht. Der DWD unterscheidet zwischen zwei Arten von Tornados: denjenigen, die mit rotierenden Gewitterzellen einhergehen, und denjenigen, die aus Regenwolken entstehen. In der Vergangenheit gab es verheerende Tornados, die meist den Stufen F4 oder F5 auf der Fujita-Skala zugeordnet wurden – das sind beeindruckende Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Kilometern pro Stunde. Ab der Stufe 6 handelt es sich um theoretische Werte, die bisher nicht beobachtet wurden.

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Die „Tornado-Alley“ im Mittleren Westen der USA ist bekannt für ihre häufigen Tornados, die durch das Zusammentreffen von trocken-kalter Luft und feucht-warmer Luft entstehen. Am Bodensee hingegen sind solche Wetterereignisse deutlich seltener. Die Wassertemperaturen spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Wasserhosen, da sie durch die Querzirkulation der Windströme begünstigt werden.

In diesem Sinne bleibt zu hoffen, dass die nächsten Wetterereignisse am Bodensee weniger turbulent und dafür umso schöner ausfallen. Wer weiß, vielleicht gibt es bald wieder eine Gelegenheit, ein solches Naturschauspiel aus sicherer Entfernung zu beobachten.

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