Tularämie-Fälle in Altötting: Gesundheitsbehörden warnen vor Hasenpest
Eine beunruhigende Nachricht erreicht uns aus dem benachbarten Landkreis Altötting in Deutschland. Dort ist eine Person an Hasenpest, auch bekannt als Tularämie, erkrankt. Laut dem Landratsamt Altötting befindet sich die betroffene Person jedoch auf dem Weg der Besserung. Als wäre das nicht schon genug, wurde der Erreger, das Bakterium Francisella tularensis, bereits im April bei einem verendeten Feldhasen in Töging nachgewiesen. Ein weiterer Nachweis erfolgte in Garching, was die Lage zusätzlich alarmierend macht. Im Jahr 2025 gab es in ganz Bayern immerhin 203 gemeldete Fälle von Tularämie, was die wachsende Bedeutung des Themas unterstreicht. Auch im Landkreis Altötting meldete man in den Jahren 2021 und 2024 insgesamt drei Erkrankungen bei Menschen.
Die Übertragung des Erregers kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Sei es durch Kontakt mit infizierten Wildtieren, durch infektiöses Tiermaterial oder durch den Verzehr von ungenügend erhitztem Fleisch. Wer hätte gedacht, dass auch Stiche oder Bisse von Zecken, Mücken oder Bremsen sowie das Einatmen von erregerhaltigem Staub eine Rolle spielen können? Was die Ansteckung von Mensch zu Mensch betrifft, so bleibt diese bisher glücklicherweise ausgeschlossen. Erste Symptome sind oft grippeähnlich: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Mattigkeit gehören dazu, und es können Entzündungen und Schwellungen der Lymphknoten auftreten. Die gute Nachricht: Bei einer frühzeitigen Diagnose ist die Erkrankung gut mit Antibiotika behandelbar.
Ursachen und Verbreitung der Hasenpest
Die Übertragung von Francisella tularensis ist vor allem bei Nagetieren und anderen Wildtieren verbreitet. Insbesondere Feldhasen gelten als Reservoir in Deutschland. Es ist interessant zu wissen, dass diese Bakterien erstaunliche Fähigkeiten besitzen: Sie überleben in Erdboden, Schlamm oder Wasser für Wochen bis Monate. Das Bakterium selbst ist ein kleines, kokkoides, unbewegliches, gramnegatives Stäbchenbakterium mit einer lipidhaltigen Zellwand. Diese resistente Struktur macht es zu einem gefährlichen Erreger, besonders in Kombination mit der Tatsache, dass es in Mitteleuropa weniger virulente Unterarten gibt.
Die Tularämie wird seit 2007 vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) genau überwacht. In Kooperation mit dem Bayerischen Jagdverband wird ein Feldhasenmonitoring betrieben, um frühzeitig auf mögliche Ausbrüche reagieren zu können. Die Übertragungswege sind vielfältig und umfassen den Kontakt mit erkrankten Tieren, deren Ausscheidungen oder Kadavern. Auch der Kontakt zu Stechinsekten, insbesondere Zecken, spielt eine Rolle. Ein weiterer Übertragungsweg ist der Verzehr von nicht ausreichend erhitztem oder kontaminiertem Fleisch sowie das Trinken von unbehandeltem Wasser.
Vorbeugende Maßnahmen und Empfehlungen
Was können wir also tun, um uns zu schützen? Zunächst einmal sollten Schutzkleidung und Handschuhe getragen werden, wenn man mit Wildtieren in Kontakt kommt. Tote Feldhasen oder Tierkadaver sollten auf keinen Fall berührt oder eingesammelt werden. Und wenn es um Wildfleisch geht – das sollte immer vollständig durchgegart werden, um mögliche Risiken zu minimieren. Auch das Trinken von unbehandeltem Wasser aus natürlichen Gewässern sollte unterlassen werden. Nach Garten- und Waldarbeiten ist gründliches Händewaschen ein absolutes Muss. Und last but not least: Zeckenschutzmittel sind ein guter Freund, wenn man sich in der Natur aufhält!
Die Tularämie ist eine seltene, aber ernstzunehmende Erkrankung, deren Fälle in den letzten Jahren zugenommen haben. Der Krankheitserreger kann durch Haut- und Schleimhautkontakt, durch den Verzehr von unzureichend erhitztem oder kontaminiertem Fleisch, sowie durch Stiche von infizierten Insekten übertragen werden. Daher ist es wichtig, sich der Symptome bewusst zu sein: Fieber, geschwollene Lymphknoten und sogar Atemnot können Anzeichen einer akuten Tularämie sein. Die Informationen zur Tularämie sind auf der Homepage des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zu finden, was es einfacher macht, informiert zu bleiben.
Im Großen und Ganzen zeigt sich, dass die Tularämie nicht nur Tiere betrifft, sondern auch Menschen in Mitleidenschaft ziehen kann. Daher ist es wichtig, wachsam zu bleiben und präventive Maßnahmen zu ergreifen. Wir können nur hoffen, dass die betroffene Person in Altötting bald vollständig genesen wird und solche Fälle in Zukunft seltener werden.
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