Symposium ABSAN 2026 in Amberg: Wissenstransfer und Vernetzung in der Notfallmedizin
Amberg ist momentan der Schauplatz eines ganz besonderen Ereignisses. Das Symposium ABSAN 2026, das vom Klinikum St. Marien Amberg organisiert wurde, brachte mehrere hundert Teilnehmer aus der Region und darüber hinaus zusammen. Es fand im Amberger Congress Centrum statt und bot eine Plattform für Fachkräfte aus Medizin, Pflege, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Die Atmosphäre war geprägt von Wissensaustausch und dem Motto „Join the Climb“, was nicht nur die Bedeutung des gegenseitigen Lernens unterstrich, sondern auch die Herausforderungen, die diese Berufsgruppen tagtäglich meistern.
Das umfangreiche Programm bestand aus wissenschaftlichen Vorträgen und praxisnahen Workshops. Teilnehmer konnten sich auf zwei Bereiche freuen: die „Bergtour“ und die interaktiven „Klettersteige“. Die Themen reichten von modernen Reanimationsstrategien und EKG-Diagnostik bis hin zu Atemwegsmanagement sowie der Versorgung von Neugeborenen und Schwerverletzten. Außerdem stellte die Rettungshundestaffel des Technischen Hilfswerks ihre beeindruckende Arbeit vor, die sich bei Gebäudeeinstürzen und Naturkatastrophen als unverzichtbar erweist. Die Drohnengruppe des Landkreises Amberg-Sulzbach demonstrierte, wie Wärmebildkameras bei der Personensuche und im Brand- und Katastrophenschutz unterstützen können.
Einblicke in die Taktische Medizin
Ein besonders spannender Teil des Symposiums war die Präsentation der Bundeswehr, die über „Taktische Medizin in der Bundeswehr“ informierte. Hierbei ging es um die Anwendung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis, die nicht nur für die Bundeswehr, sondern auch für zivilen Einsatz relevant sind. Das Symposium zielte darauf ab, den organisationsübergreifenden Austausch zu fördern und die Vernetzung zwischen den Akteuren zu stärken. Es war also nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch des persönlichen Kennenlernens und Netzwerkens – eine wichtige Komponente für alle, die in diesem Bereich tätig sind.
Passend zu den Themen des Symposiums bietet die Hochschule Fresenius einen berufsbegleitenden Masterstudiengang in Taktischer Einsatz-, Notfall- und Katastrophenmedizin an. Um in diesen Studiengang aufgenommen zu werden, müssen die Interessierten einige Voraussetzungen erfüllen: Neben einem abgeschlossenen Bachelorstudium im medizinnahen Bereich wird mindestens dreijährige Berufserfahrung im medizinischen Bereich verlangt. Für Mediziner:innen genügt ein Jahr Berufserfahrung. Wer also Rettungssanitäter, Polizeisanitäter oder in ähnlichen Berufen tätig ist, könnte hier genau richtig sein.
Das Symposium hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die kontinuierliche Weiterbildung in diesen kritischen Berufen ist. Die Teilnehmer gingen nicht nur mit frischem Wissen nach Hause, sondern auch mit der Motivation, das Gelernte in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Wer in diesen Bereichen arbeitet, muss sich ständig weiterentwickeln, denn die Herausforderungen sind vielfältig und oft unvorhersehbar. Und genau das machte dieses Event zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten.
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