Am vergangenen Freitag und Samstag hat die Verkehrspolizei Amberg im Landkreis Schwandorf ihre Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Die Kontrollen fanden in Poppenricht (Staatsstraße 2120) und Neunburg vorm Wald (Staatsstraße 2151) statt. Man kann sagen, die Beamten hatten alle Hände voll zu tun! In Poppenricht wurden am Freitag 19 Fahrer angezeigt und 15 weitere erhielten Verwarnungen. Dabei haben sich zwei Verkehrsteilnehmer besonders hervorgetan: Sie fuhren mit 134 km/h, wo doch nur 70 km/h erlaubt sind. Die Konsequenzen waren für diese beiden heftig: 480 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Ouch!
Der Samstag brachte in Neunburg vorm Wald noch mehr „Überraschungen“. Hier wurden satte 43 Fahrer angezeigt und 32 erhielten Verwarnungen. Das ist schon eine ganze Menge! Außerdem wurden zwei Fahrverbote ausgesprochen. Der „Spitzenreiter“ an diesem Tag fuhr mit 126 km/h, wieder bei erlaubten 70 km/h. Er muss sich ebenfalls auf ein Bußgeld von 480 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot einstellen. Die Polizei scheint sich wirklich für Verkehrssicherheit einzusetzen, und das ist auch gut so. Wer weiß, vielleicht gibt es ja bald ein paar weniger Raser auf den Straßen?
Die Hintergründe der Kontrollen
Im Jahr 2024 starben in Deutschland 2.770 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen. Das ist ein Rückgang von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zu 2019, also vor der Covid-19-Pandemie, ist die Zahl der Getöteten sogar um 9 Prozent gesunken. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMV) verfolgt das ambitionierte Ziel der „Vision Zero“ – keine Toten im Straßenverkehr. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, das die Zusammenarbeit von Staat und Gesellschaft erfordert. Der „Pakt für Verkehrssicherheit“, der 2021 ins Leben gerufen wurde, ist ein Schritt in diese Richtung. Hier arbeiten Bund, Länder, Gemeinden und andere Partner zusammen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Um diesen Zielen näherzukommen, stellt das BMV jährlich etwa 15 Millionen Euro für Präventionsmaßnahmen zur Verfügung. So wird nicht nur die Sicherheit auf den Straßen erhöht, sondern auch das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr geschärft. Weitere Informationen sind in der „Förderrichtlinie für Aufklärungsmaßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit“ zu finden. Es bleibt zu hoffen, dass die Kombination aus Kontrollen wie in Schwandorf und den umfassenden Präventionsmaßnahmen Früchte trägt. Denn nichts ist wichtiger als die Sicherheit auf unseren Straßen!
