In Augsburg gibt es neue Entwicklungen beim Regionalligisten Schwaben Augsburg. Marco Zupur wird neuer Cheftrainer des Vereins und übernimmt die Verantwortung von Matthias Ostrzolek, der zu Wacker Burghausen wechselt. Zupur bringt frischen Wind mit und wird unterstützt von Raffael Friedrich und Tobias Weber, die ebenfalls neu im Trainerteam sind. Friedrich, ein ehemaliger Spieler des Vereins, hat zuvor den TSV Haunstetten trainiert. Weber hingegen übernimmt die wichtige Rolle des Torwarttrainers von Claus Zerbe. Ein weiterer Neuzugang im Führungsteam ist Tom Paschek, der als neuer Sportdirektor an Bord kommt.
Die sportlichen Leiter, Bastian Kurz und Rasmus Fackler-Stamm, sind nicht nur im Management aktiv, sondern auch auf dem Platz als Spieler. Das Team hat kürzlich die Relegation gegen den SV Kirchanschöring erfolgreich mit zwei Siegen (2:1, 3:2) abgeschlossen und geht nun in seine dritte Regionalligaspielzeit. In der neuen Saison gibt es bereits zwei feste Neuzugänge: Kevin Makowski vom SV Cosmos Aystetten und Michael Schäfer vom TSV Hollenbach. Allerdings müssen die Schwaben auch fünf Abgänge verkraften: Neben Ostrzolek verlassen auch Iason Drobny (Ziel unbekannt), Odin Redier (FV Illertissen), Maximilian Heiß (Spielertrainer BC Rinnenthal) und Marc Sodji (Chemie Leipzig) den Verein.
Der Weg zur Drittliga-Aufstiegsreform
Am 10. November 2025 findet die konstituierende Sitzung eines 13-köpfigen Gremiums zur Drittliga-Aufstiegsreform statt. Diese Sitzung folgt auf eine siebenjährige Diskussion, die am 14. November 2018 begann. Die Vereinsinitiative „Aufstiegsreform 2025“ hat bereits 54 Unterstützer und zielt darauf ab, das Problem zu lösen, dass aus fünf Regionalligen nur vier Meister aufsteigen dürfen. Aktuell dürfen die Staffelsieger aus West und Südwest direkt aufsteigen, während die anderen Regionalligen im Wechsel nur alle drei Jahre einen Aufstieg ermöglichen.
Zu den Lösungsoptionen gehört unter anderem die Reduzierung der Regionalliga auf vier Staffeln oder die Einführung einer zweigleisigen 4. Profiliga. Bei dieser neuen Liga könnten die besten Teams der fünf Regionalligen in zwei neue 20er Staffeln aufsteigen, die in Süd und Nord eingeteilt werden. Diese Veränderungen könnten dazu führen, dass größere Profiklubs aus dem Osten bei sportlicher Qualifikation in die neue 4. Profi-Liga aufsteigen. Kleinere Teams hätten dann die Chance, in die Regionalliga aufzurücken und dort konkurrenzfähiger zu werden.
DFB-Vize-Präsident Steffen Schneekloth unterstützt die Idee dieser zweigleisigen Profi-Ligen, um die Qualität in der vierten Liga zu stärken. Durch das neue Pyramidensystem könnten theoretisch alle Meister aufsteigen, jedoch wären auch fünf Absteiger aus den 4. Ligen notwendig, was eine Relegation der Drittletzten zur Folge hätte. Schneekloth denkt zudem über die Trennung von Profi- und Amateurbereich nach und zieht die Wiedereinführung einer deutschen Amateurmeisterschaft in Betracht. Die Diskussionen sind also in vollem Gange und die Zukunft des Fußballs in Deutschland bleibt spannend.
