Heute ist der 2.07.2026 und in Geretsried, einer Stadt mit etwa 26.000 Einwohnern, weht ein frischer Wind der Veränderung – oder besser gesagt, die Hitze macht uns zu schaffen. Der Pegel des Bibisees, der mal so schön glitzert, sinkt aufgrund der anhaltenden Trockenheit, und die Stadt hat bereits am 1. Juli alle Bürger aufgerufen, Wasser zu sparen. Es ist kein Geheimnis, dass die Hitzewellen und die Trockenheit die Wasserversorgungslage angespannt haben. Besonders der Wasserverbrauch für Gärten und Rasenflächen ist angestiegen – man könnte sagen, die Grünanlagen der Stadt dursten!

Geretsried hat maximal 1,85 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr zur Verfügung. Aktuell wird diese Menge noch nicht ausgeschöpft, es gibt sogar eine Reserve von 100.000 bis 150.000 Kubikmetern. Das klingt auf den ersten Blick wie eine beruhigende Nachricht, aber die Prognosen zeigen, dass bis 2029 etwa 28.200 Menschen hier leben könnten. Das dürfte mit der genehmigten Trinkwassermenge gerade noch vereinbar sein. Doch bei der Ansiedlung von neuem Gewerbe – und ja, das Thema Brauerei steht im Raum – muss der Wasserverbrauch genau beobachtet werden. Eine neue Brauerei könnte sich als problematisch herausstellen.

Wasserversorgung unter Druck

Die Stadtwerke Geretsried haben sich so einiges vorgenommen. Sie arbeiten daran, die Verluste im Trinkwassernetz zu reduzieren – das Potenzial für Einsparungen liegt bei etwa 100.000 Kubikmetern pro Jahr. Zudem gibt es acht Brunnen in den Isarauen, die 351.000 Kubikmeter Brauchwasser pro Jahr liefern und so die Trinkwasserversorgung entlasten. Das Trinkwasser selbst stammt aus zwei oberflächennahen Brunnen, die bei der aktuellen Trockenheit ebenfalls niedrigere Pegel aufweisen. Seit 2015 erfolgt die Trinkwasseraufbereitung in einer gemeinsamen Ultrafiltrations- und UV-Anlage mit der Nachbargemeinde Königsdorf. Ein cleverer Schachzug, könnte man sagen.

Ein weiterer Punkt, der die Stadt beschäftigt, ist die Suche nach neuen Einzugsgebieten für Wasser. Bis 2025 sollen drei von elf möglichen Flächen in die engere Auswahl kommen. Das klingt einfach, könnte aber zu Streitigkeiten führen, denn die Ausweisung von Wasserschutzgebieten bringt Einschränkungen für Kommunen, Unternehmen und Landwirte mit sich. Derzeit liegt das Schutzgebiet größtenteils auf Königsdorfer Flur – und die Stadt Geretsried darf über sechsmal so viel Wasser entnehmen wie Königsdorf. Das ist ein echter Vorteil, aber die Frage bleibt, wie lange die Reserven noch ausreichen werden.

Krisenmanagement und Nachbarschaftshilfe

Für Krisenzeiten hat Geretsried einen Notverbund mit München geschlossen. Und auch die bayerische Landeshauptstadt ruft zum Wassersparen auf. Oberbürgermeister Dominik Krause bezeichnet die aktuelle Situation als außergewöhnlich. Das ist schon ein starkes Stück – angesichts der Wetterkapriolen, die wir in den letzten Jahren erlebt haben.

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Die heiße und trockene Zeit hat nicht nur Auswirkungen auf den Wasserverbrauch, sondern auch auf das tägliche Leben der Menschen hier. Man hört die raschelnden Blätter der Bäume, die sich nach Wasser sehnen, und sieht die Gärten, die um jeden Tropfen kämpfen. In jeder Ecke wird das Thema Wasser zum Gesprächsthema Nummer eins. Das Bewusstsein für die wertvolle Ressource wächst, und so mancher hat bereits umgedacht – von der grünen Wiese hin zu einem pflegeleichten Steingarten.

In Anbetracht der Herausforderungen, die uns die Natur stellt, wird es spannend zu sehen, wie Geretsried und seine Bürger auf diese Situation reagieren. Es bleibt abzuwarten, welche Lösungen gefunden werden, um auch in Zukunft mit der wertvollen Ressource Wasser verantwortungsvoll umzugehen.

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